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Zuckermarkt

Hoffnung für die Zuckerpreise

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am Mittwoch, 12.09.2018 - 12:45 (Jetzt kommentieren)

Die Preise für Weißzucker haben sich im September am europäischen Terminmarkt etwas erholt.

Mitte August waren die Kurse allerdings auf den tiefsten Stand seit elf Jahren abgestürzt. Damit sind die europäischen Zuckerpreise im Wesentlichen den Vorgaben vom Weltmarkt gefolgt. Auch dort erholte sich der in New York gehandelt Rohzucker von einem Elf-Jahres-Tief. Der am europäischen Binnenmarkt von der Kommission ermittelte Weißzuckerpreis befand sich im Juni mit durchschnittlich 361 Euro/t sogar auf einem historischen Tiefstand.

Hoffnung auf eine Preiserholung am europäischen Kassamarkt machen die moderat nach oben zeigenden Preise am Terminmarkt. Diese dürften durch die zuletzt witterungsbedingt deutlich nach unten korrigierten Ertragsprognosen für die bevorstehende europäische Zuckerrübenernte gestützt werden. Die Kommission rechnet für Deutschland bei Rüben mit einem Ertragsrückgang von 14 % gegenüber dem Vorjahr und für Frankreich mit Einbußen von knapp 7 %.

Exportpreise in London leicht gestiegen

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Am europäischen Terminmarkt in London sind die Preise für Weißzucker Nr. 5 seit Mitte August um etwa 7 % gestiegen. Allerdings  waren die Kurse zuvor auf ein Elf-Jahres-Tief abgestürzt.

Eine vergleichbare Preisbewegung gab es für die Rohzuckerpreise in New York. Für die Europäer bildet der Preis für den in London in US-Dollar gehandelten Zucker den möglichen Exportpreis ab. Gleichzeitig bilden die Kurse den Richtpreis für Preisvereinbarungen am Binnenmarkt.

Die Kommission hat die Zuckerexporte der Europäer für die zurückliegende Saison auf 4,8 Mio. t veranschlagt und damit mehr als dreimal so hoch wie an dem durch Produktions- und Exportquoten regulierten Markt. Die europäische Produktion von Weißzucker schätzte die Kommission für die vorige Saison auf den Rekordwert von knapp 21,0 Mio. t.

Für die kommende Saison 2018/19 erwarteten die Brüssler Analysten bisher, bei wenig veränderten Anbauflächen, eine weitere große Zuckerproduktion von 20,4 Mio. t. Diese Zuckermenge dürfte infolge der witterungsbedingt wohl deutlich kleineren europäischen Rübenernte demnächst jedoch nach unten korrigiert werden.

Terminmarkt erwartet moderaten Anstieg

Londonzucker

Der vordere Oktobertermin am Terminmarkt in London notierte am Dienstag im laufenden Handel bei 328 USD je t Weißzucker. Umgerechnet in Euro entspricht das einem Preis für Exportzucker von 283 Euro je t.

Mitte August waren die Preise zeitweise bis auf 305 USD/t abgestürzt. Das waren die niedrigsten europäischen Weißzuckerpreise seit elf Jahren. Seit dem ging es mit den Kursen jedoch wieder um gut 7 % nach oben.

Insgesamt ist das Niveau der Zuckerpreise aber weiterhin sehr niedrig. Seit dem letzten Preishoch von etwa 600 USD je t im September 2016 sind die Kurse in London um 45 % abgestürzt.

Die Preiserwartungen für die nächsten Monate sind in London etwas besser. Der Dezembertermin 2018 wurde mit 337 USD je t gehandelt.

Die Kontraktpreise für das darauffolgende Jahr 2019 bewegen sich derzeit zwischen 338 USD (März) und 353 USD (Dezember).

Am Binnenmarkt ein historisches Tief

Weisszucker

Die Verkaufspreise der Zuckerfabriken von Weißzucker bilden die Grundlage für die Erlöse und den wirtschaftlichen Erfolg der Zuckerwirtschaft und die Basis für die Bezahlung der angelieferten Rüben.

Die am europäischen Binnenmarkt erfassten Weißzuckerpreise sind unverändert niedrig. Für den Juni ermittelte die Kommission einen Preis von 361 Euro je t. Seit August des vorigen Jahres sind Weißzuckerpreise damit um 140 Euro/t bzw. fast ein Drittel abgestürzt.

Außerdem markiert der für Juni erfasste Wert einen historischen Tiefpunkt. Niedrigere Preise für Nahrungszucker hat es nach den Daten der Kommission am Binnenmarkt noch nicht gegeben.

Lediglich für den sogenannten Industriezucker wurden während der Quotenregelung noch niedrige Preise gezahlt.

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