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Getreideernte

IGC schätzt Welt-Weizenernte etwas höher

weizenernte
am Freitag, 26.10.2018 - 12:52 (Jetzt kommentieren)

Der Internationale Getreiderat (IGC) hat seine Schätzung der weltweiten Weizenernte etwas angehoben. Die Bestände bleiben jedoch im zweiten Jahr in Folge rückläufig, vor allem bei den großen Exporteuren.

In seiner gestern (25.10.) veröffentlichten Oktober-Schätzung korrigiert der IGC seine Prognose der globalen Weizenernte 2018/19 gegenüber dem Stand von Ende September relativ deutlich um 12 Mio. t oder 1,7 % auf 729 Mio. t nach oben.

Ursache ist allerdings fast ausschließlich eine geänderte Einschätzung der Situation in China. Dort soll das Weizenaufkommen nun 134,7 Mio. t erreichen, 12,2 Mio. t mehr als bisher erwartet.

Gleichwohl würde die Weizenernte damit gegenüber dem Vorjahr weltweit um 38 Mio. t oder 5 % auf 729 Mio. t zurückgehen. Die globalen Vorräte würden im vierten Jahr in Folge schrumpfen, und zwar um 11 Mio. t auf noch 262 Mio. t, wovon allerdings nur etwa ein Viertel bei den wichtigsten Exporteuren lagert, aber fast die Hälfte in China.

Für das Wirtschaftsjahr 2019/20 rechnet der IGC mit einer Ausweitung des Weizenanbaus, nachdem die Fläche zuvor viermal nacheinander eingeschränkt worden war. Vor allem in der EU, in Russland und der Ukraine wären für gute Startvoraussetzungen allerdings ergiebige Niederschläge vonnöten. Den Rapsanbau in der EU sieht der IGC in der kommenden Saison kleiner als zur Ernte 2018.

Sehr hohe Sojaernte

Seine Vorschätzung der globalen Maisernte hat der IGC im Vergleich zu September praktisch unverändert belassen bei 1,07 Mrd. t. Bei einem weiter wachsenden Verbrauch müssten zum Ausgleich die Vorräte um 38 Mio t. auf 266 Mio. t reduziert werden. Im Wirtschaftsjahr 2017/18 waren weltweit 1,05 Mrd. t Mais geerntet worden.

Unverändert groß prognostiziert der Getreiderat die Sojaernte. Sie soll sich weltweit 2018/19 auf 369 Mio. t summieren; das wären 8,5 % mehr als im Vorjahr. Ursachen sind eine Ausweitung des Anbaus und höhere Erträge in wichtigen Erzeugerländern. Der Endbestand dürfte daher trotz einer leicht steigenden Nachfrage um fast 30 % auf 54 Mio. t anwachsen.

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