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Kartoffelmarkt

Kartoffelpreise bleiben niedrig

Kartoffelernte
am Montag, 18.12.2017 - 16:10 (Jetzt kommentieren)

Die Kartoffelpreise haben sich am deutschen Kassamarkt im Dezember auf dem sehr niedrigen Niveau seitwärts bewegt.

Kurz vor dem Jahreswechsel sind die Erzeugerpreise so niedrig wie zuletzt vor reichlich zwei Jahren.

Am Terminmarkt (EEX) sind die Preise für Verarbeitungskartoffeln nach einem leichten Anstieg im Dezember wieder zurückgegangen.

Ursache für den starken Preisdruck sind die sehr großen Ernten in Deutschland und Frankreich sowie bei anderen europäischen TOP-Produzenten, wie den Niederlanden, Belgien und dem Vereinigten Königreich. Das sehr große Angebot drückt massiv auf die Kartoffelpreise.

Erzeugerpreise 35 bis 50 % unter Vorjahr

Die Erzeugerpreise für Kartoffeln haben sich im Dezember auf sehr niedrigem Niveau seitwärts bewegt. In Niedersachsen (Ost) wurden für vorwiegend festkochende Kartoffeln, frei Erfassungslager, durchschnittliche Erzeugerpreise von 10 Euro je dt gemeldet.

Das sind ähnlich hohe Preise wie zum vor vier Wochen. Im vorigen Jahr lagen die Preise zum gleichen Termin jedoch bei 18,50 Euro je dt. Im Jahresvergleich sind die derzeitigen Preise damit fast 50 % niedriger. Ähnlich niedrige Preise gab es in Niedersachsen (Ost) Mitte 2015 als vor deutlich mehr als 2 Jahren.

In Bayern liegt das Preisniveau für vorwiegend festkochende Kartoffeln derzeit bei durchschnittlich 11 Euro. Damit sind auch die Preise auch in Bayern im Vergleich zum Vormonat ebenfalls stabil. Im vorigen Jahr lagen die Preise zum gleichen Termin bei  16,50 Euro und damit 5,50 Euro höher als  jetzt. Im Jahresvergleich sind die derzeitigen Preise damit fast 34 % niedriger. Ähnlich niedrige Preise gab es in Bayern im Juni 2015.

Die Erzeugerpreise in Sachsen-Anhalt liegen derzeit im Landesmittel bei 10,0 Euro je dt. Damit sind die Preise ähnlich hoch wie im Vormonat und 7,0 Euro niedriger als im vorigen Jahr mit etwa 17,0 Euro. Im Jahresvergleich sind die derzeitigen Preise damit gut 40 % niedriger.

 Aus Mecklenburg-Vorpommern wurden für vorwiegend festkochende Kartoffeln ebenfalls Erzeugerpreise von 10,0 Euro je dt gemeldet und damit 0die gleichen Preise wie vor vier Wochen und 5,50 Euro weniger als im vorigen Jahr zum gleichen Termin mit 15,50 Euro je dt.

Terminmarkpreise nach leichtem Anstieg wieder schwächer

TM Kartoffeln

Am europäischen Terminmarkt (EEX) sind Preise für Verarbeitungskartoffeln zur Herstellung von Pommes Frites im Herbst 2017 auf das Niveau vom April 2015 abgestürzt. Ursache war auch in diesem Marksegment der sehr kräftige Angebotszuwachs.

In der zweiten Novemberhälfte hatten sich die Preise zunächst etwas  erholt, waren dann im Dezember  jedoch wieder zurückgegangen. In der zweiten Dezemberhälfte lagen die Preise für den Apriltermin bei 4,80 Euro je dt. Ende November waren die Notierungen zunächst bis auf um auf 5,30 Euro gestiegen, konnten dieses etwas höhere Nivea jedoch nicht halten.

Im vorigen Jahr zum gleichen Termin handelte man die Kartoffeln am europäischen Terminmarkt noch mit 15,30 Euro je t und damit zu dreimal höheren Preisen als jetzt.

Für die kommenden Termine haben sich die Preiserwartungen kaum verändert, zugleich liegen die erwarteten Preise jedoch über dem derzeitigen Niveau. So wird der Junikontrakt 2018 mit 6,0 Euro gehandelt und damit  0,20 Euro höher als vor vier Wochen (5,80 Euro).

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