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Ernteschätzung

Kleine Weizen- und Maisernte in Frankreich

Getreideernte in Frankreich
am Mittwoch, 08.08.2018 - 10:27 (Jetzt kommentieren)

Das französische Landwirtschaftsministerium hat seine Schätzung der Weizenernte um 1 Mio. t zurückgenommen. Auch die Maisernte fällt wohl schlecht aus.

Nach Angaben von Agreste, der Statistikabteilung des Pariser Agrarressorts, dürfte die französische Weichweizenernte 2018 rund 35,1 Mio. t erreicht haben. Das wären 4 % weniger als im Vorjahr. Der Durchschnitt der Jahre 2013 bis 2017 würde um 2,1 % verfehlt.

Verglichen mit dem Stand von Anfang Juli reduzierten die Fachleute die Schätzung um 1 Mio. t.

Zur Begründung verwiesen sie auf die große Hitze ab Ende Juni sowie Unwetter vor allem im Westen. Die offizielle Schätzung liegt damit allerdings noch immer um rund 1 Mio. t über den Prognosen privater Analysten.

Deutlich weniger Körner- und Futtermais

Die erste amtliche Einschätzung der französischen Maisernte ist ernüchternd. Zwei Monate vor dem voraussichtlichen Erntestart sagt Agreste eine Erzeugung von nur 13,1 Mio. t Körnermais einschließlich Saatmais voraus. Damit würde das Vorjahresniveau um rund 10 % verfehlt, das fünfjährige Mittel um 11,2 %.

Das Aufkommen an Futtermais soll mit 17,8 Mio. t um 7 % kleiner ausfallen als 2017. Ausschlaggebend waren wiederum die widrigen Witterungsbedingungen, denn die Anbaufläche von Mais blieb im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert.

Agreste weist darauf hin, dass sich zwischen der Verwertung der Pflanzen als Körner- oder Futtermais zum jetzigen Zeitpunkt noch Verschiebungen ergeben können.

Rapsernte auf niedrigem Niveau bestätigt

Hohe Ertragseinbußen erlitt in Frankreich der Hartweizen. Mit 1,8 Mio. t fehlen 13,4 % zum Vorjahresresultat.

Die Schätzung für die Rapsernte bestätigte Agreste auf dem niedrigen Niveau von 4,6 Mio. t, womit die Ernte 2017 um 14,2 % und der fünfjährige Durchschnitt um 8,9 % unterschritten werden, obwohl die Anbaufläche um fast 9 % ausgedehnt worden war. Neben dem schlechten Wetter trugen auch phytosanitäre Probleme zu der schwachen Erzeugung bei. Der Durchschnittsertrag fiel von 38 auf 30 dt/ha zurück.

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