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Aussaatflächen

Landwirte säen fast fünf Prozent weniger Weizen aus

Vernässter Maisacher in Norddeutschland
Auf diesem Schlag in Nordfriesland musste die Maisernte abgebrochen werden. © Dieter Jendrziak
von am
27.12.2017

Witterungsbedingt haben die deutschen Landwirte vor allem weniger Winterweizen ausgesät. Damit erhöht sich die Anbaufläche für Sommergetreide.

Wie sieht ihre aktuelle Anbauplanung aus? © bluedesign/Fotolia

Die deutschen Landwirte haben im Herbst 2017 auf einer Ackerfläche von 5,16 Millionen Hektar Wintergetreide ausgesät. Laut Statistischem Bundesamt (Destatis) liegt die Aussaatfläche von Wintergetreide für die Ernte 2018 damit um 120.900 Hektar oder zwei Prozent unter den Anbauflächen von 2017. Der Rückgang ist in einigen norddeutschen Bundesländern wie Niedersachsen, Schleswig-Holstein oder Mecklenburg-Vorpommern auf die ungünstigen Witterungsverhältnisse zurückzuführen.

Die Aussaatfläche von Winterweizen, der bedeutendsten Getreideart in Deutschland, ist um 147.000 Hektar beziehungsweise 4,7 Prozent auf 2,98 Millionen Hektar gesunken. Die größten Flächenrückgänge gab es in Schleswig-Holstein mit minus 27 Prozent, Niedersachsen mit minus 12 Prozent und Mecklenburg-Vorpommern mit minus 10 Prozent. Lediglich in Sachsen (+ 3 %) und in Bayern (+ 2 %) haben die Landwirte mehr Weizen ausgesät.

 

Zwei Prozent mehr Wintergerste ausgesät

Der Anbau von Wintergerste wird zur Ernte 2018 voraussichtlich um 30.100 Hektar oder zwei Prozent auf 1,26 Millionen Hektar steigen. So haben die bayerischen Landwirte mit übe 261.000 ha fast 14 Prozent mehr Wintergerste ausgesät. Auch in Mecklenburg-Vorpommern, NRW, Rehinland-Pfalz und Thüringen gab es ein leichtes Plus, während die Gerstenfläche in den übrigen Bundesländern stabil oder leicht rückläufig ist.

Ebenfalls einen Rückgang gab es bei der Aussaatfläche von Triticale. Zur Ernte 2018 wurde eine Fläche von 378.300 Hektar ermittelt. Das entspricht einem Rückgang von 2,7 Prozent oder 10.600 Hektar gegenüber 2017.

 

Raps: Drastisches Minus im Norden

Mit Winterraps haben die Landwirte in Deutschland 1,27 Millionen Hektar bestellt. Damit verringerte sich die Fläche leicht um 2,6 Prozent. Vor allem die Landwirte in Schleswig-Holstein konnten nur 72.000 ha Raps aussäen. Das war ein Minus von rund 26 Prozent.

Weniger Raps wächst auch in Niedersachsen (-4 Prozent ) und in Mecklenburg-Vorpommern (-9 Prozent). Das Land an der ostdeutschen Küste bleibt aber mit gut 204.000 ha das größte Rapsland in Deutschland.

Im zweitgrößten Rapsland sind die Flächen mit knapp 157.000 ha nahezu unverändert geblieben. Dagegen haben die bayerischen Landwirte mit 131.200 ha knapp 11 Prozent mehr Raps anbauen können.

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