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USDA-Report

Lauter Rekorde am Weizenmarkt

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Dr.Olaf Zinke, agrarheute
am
13.12.2017

An den Eckdaten und Grundaussagen zum globalen Weizenmarkt hatte sich auch im Dezember nicht allzu viel verändert.

Globale Bestände

Die weltweite Produktion und der Verbrauch wurden nochmals angehoben und auch die Bestände wurden weiter nach oben korrigiert. Die globale Weizenernte befindet sich damit ebenso auf einem neuen Rekordstand, wie der Verbrauch und die Bestände.

Die globale Exportmenge setzte das USDA wegen der ebenfalls weiter nach oben korrigierten russischen, kanadischen und ukrainischen Ausfuhren ebenfalls auf einen neuen Rekordwert von 184 Mio. t nach oben.

Am Weizenmarkt reagierten Händler und Analysten jedoch relativ gelassen auf die bärischen und im Vorfeld etwa so erwarteten Daten aus dem neuen USDA-Report. Am Terminmarkt in Chicago gaben die Preise kurz nach der Veröffentlichung der Daten leicht nach. Am heutigen Mittwoch beginnt der vorbörsliche Handel jedoch mit einem leichten Plus.

Am europäischen Terminmarkt gab es ebenfalls wenig Preisveränderungen und der vordere Märzkontrakt notierte zum Handelsschluss 0,25 Euro im Plus bei 161,0 Euro. Der nachfolgende Mai reagierte auf die USDA-Daten mit einem Anstieg von 0,50 Euro auf 164,75 Euro. Die neue Ernte (2018) wurde mit einem Aufschlag von 0,50 Euro für 168 Euro gehandelt.

Produktion, Verbrauch und Bestände auf Rekordstand

Gloable Produktion

Die globale Weizenernte 2017/18 schätzte das USDA jetzt auf 755 Mio. t und damit rund 3 Mio. t größer als im November. Die Rekordernte aus dem vorigen Jahr von knapp 754 Mio. t wird damit um reichlich 1 Mio. t übertroffen.

Grund für die deutliche Aufwärts-Korrektur ist die rund 3,0 Mio. t über den bisherigen Erwartungen liegende Ernte Kanada sowie eine Aufwärtskorrektur der europäischen Produktion um etwa 1,0 Mio. t. Ursache für die Korrektur in Europa sind die etwas größeren Ernten in Rumänien, Polen und Bulgarien.

Außerdem wurden die globalen Weizen-Bestände für die Saison 2017/18 weiter nach oben korrigiert. Damit befinden sich die Bestände auf einem neuen Allzeithoch und sind auch erheblich größer als im Vorjahr.

Der ebenfalls auf einen neuen Rekordwert nach oben gesertze globale Weizenverbrauch, bleibt im neuen Wirtschaftsjahr mit etwa 742 Mio. t jedoch deutlich hinter der Produktion von 755 Mio. t zurück. Nach den derzeitigen Schätzungen wird der Verbrauch durch die erwartete Erntemenge um etwa 13 Mio. t übertroffen.

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