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Maisanbau in Deutschland

Mais: Bestände im Osten katastrophal

Maisbestand
am
03.09.2019
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Die Maisbestände sind in Deutschland in vielen Regionen schwach entwickelt.

Dabei sind die regionalen Unterschied sehr groß. In Ostdeutschland ist der Zustand der Maispflanzen zum Teil katastrophal.

Zu diesen Ergebnissen kommt eine Untersuchung der Kleffmann Group mit Hilfe von Satellitenaufnahmen und dem sogenannten CropRadar.

Wachstum ist oft stark verzögert

Waren die Maisflächen im vergangenen Jahr – trotz langer Trockenheit – Ende Juli aus dem Weltall problemlos zu erkennen, so waren sie in diesem Jahr aufgrund des verzögerten Wachstums noch nicht identifizierbar, berichtet Kleffmann.

In diesem Jahr kam vermutlich noch eine deutlich stärker ausgeprägte Trockenheit zu Beginn des Auflaufens hinzu. Insgesamt lag die Maisanbaufläche in Deutschland zur Ernte bei etwa 2,598 Mio. ha, heißt es weiter. Der Unterschied zur bestellten Fläche beträgt damit nur 2,04 Prozent. 

Allerdings gibt es regional deutliche Unterschiede. So hat sich die Trockenheit in den ostdeutschen Bundesländern besonders stark ausgewirkt.

Bestände im Osten katastrophal

In den ostdeutschen Bundesländern Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Thüringen sehen die Flächen nach den Erkenntnissen von Kleffmann zum Teil katastrophal aus. Die Unterschiede sind nicht nur von Feld zu Feld zu erkennen, sondern werden auch innerhalb der Felder sichtbar (Wuchshöhe, Löcher im Bestand).

Lag die angebaute Fläche in Brandenburg bei 228.600 ha, so liegt die erntbare Fläche dort aktuell nur noch bei 208.861 ha (-8,63 %). Noch deutlicher fallen die Unterschiede in Sachsen und Sachsen-Anhalt aus. Betrug die angebaute Fläche in Sachsen 104.300 ha, so beträgt die erntbare Fläche nur 92.312 ha (-11,49 %).

Mit einem Minus von 13,37 % fallen die Verluste in Sachsen-Anhalt am höchsten aus. Hier sank die Maisanbaufläche von ursprünglich 170.500 ha Gesamtanbaufläche auf 147.711 ha.

Gesamtdeutschland noch ganz gut

In der Summe relativieren sich die Verluste im Osten Deutschlands jedoch wieder etwas. So zeigen sich in der Betrachtung für Gesamtdeutschland insgesamt 2 Prozent der Bestände in katastrophalem Zustand. Das heißt: sehr lückenhaft, vermutlich keine Kolben. Weitere weitere 3 bis 4 Prozent befinden sich in schlechtem Zustand. Also: späte Entwicklung, vermutlich Notreife.

Die Maisanbaufläche in Deutschland liegt nach den Erknntnissen von Kleffmann zur Ernte bei insgesamt 2,598 Mio. ha. Nach den Erhebungen des Statistischen Bundesamtes hatten Deutschlands Landwirte 2019 insgesamt 2,652 Mio. ha Mais angebaut. Die aktuellen Messungen von Kleffmann zeigen demgegenüber also einen Rückgang von lediglich 2,04 Prozent.

 

Mit Material von Kleffmann Group

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