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Börsentelegramm

Neue Woche startet an Agrarmärkten mit kräftigen Gewinnen

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am Dienstag, 07.08.2018 - 09:09 (Jetzt kommentieren)

Nach einer kurzen Schwächephase gab es gestern in Paris wieder kräftige Gewinne am Weizenmarkt. Die Kurse für die Ernte 2019 kamen fast flächendeckend über 200 Euro/t. Die Raps- und Maiskurse konnten sich ebenfalls verbessern. Unterstützung kam neben den Ernteausfällen vom wieder schwächeren Eurokurs. In den USA machte der Weizen ebenfalls mit kräftigen Gewinnen auf sich aufmerksam, während der Sojakomplex schwächelte. Heute Morgen zeigt insbesondere Weizen im elektronischen Handel in Chicago deutliche Zuwächse.

Weizen steigt weiter

Die dürrebedingten Ertragsausfälle sind weiter das marktbeherrschende Thema. Die Winterweizenernte dürfte mittlerweile weitestgehend abgeschlossen sein und die schlimmeren Befürchtungen scheinen sich zunehmend zu bestätigen. Der Septemberweizen an der Matif stieg um 1,8 % auf 214,75 Euro/t. Dieses Kursniveau hat der Frontkontrakt zuletzt im April 2014 gesehen.

Die Exportleistung der EU läuft weiter verhalten. Für die letzte Woche wurden 280.700 t gemeldet. Der Rückstand aufs Vorjahr beträgt mit einer Gesamtmenge von 1,175 Mio. t aktuell 37 %.

In Chicago hatte der Weizen einen noch größeren Nachholbedarf. Der Septemberkontrakt sprang um 3,3 % auf 5,74 USD/bu und markiert damit ein neues Dreijahreshoch. Auch hier sind die globalen Ertragsausfälle die treibende Kraft. Die US-Exportmeldungen sind weiter nicht berauschend. Der Winterweizen ist derzeit zu 90 % geerntet. Die Sommerweizenbonituren wurden in der Kategorie gut bis sehr gut um 4 Prozentpunkte auf 74 % zurückgestuft.

Mais kann sich leicht verbessern

Der Mais profitiert weiter von den Gewinnen im Weizenmarkt und der niedrigen Ernteerwartung in Teilen Europas. Der Pariser Novemberkontrakt legte 0,4 % (75 Cent) drauf und settelte bei 195,50 Euro/t.

In Chicago konnte der Mais ebenfalls weiter zulegen. Neben ordentlichen Exportdaten wurde ein leichter Rückgang im Rating der Maisbestände bekannt gegeben. In der Kategorie gut bis sehr gut wurde mit 71 % ein Rückgang um 1 Prozentpunkt gemeldet. Gleichzeitig haben die Bestände in der Vegetation einen Vorsprung gegenüber dem langjährigen Mittel. Der Septemberkontrakt stieg um 0,3 % auf 3,71 USD/bu.

China will weniger US-Soja

Der Sojakomplex leidet weiter unter den Handelsstreitigkeiten mit China. Die Ankündigung der Chinesen, alles zu unternehmen, um Importe vom Kontrahenten USA zu vermeiden, drückte erneut auf die zuletzt wieder etwas freundlichere Stimmung. Die gemeldeten Exporte der USA laufen dabei durchaus zufriedenstellend. Andere Importländer springen ein und nutzen die günstigen Preise in den USA.

Der Rückstand im laufenden Wirtschaftsjahr auf den Vorjahreszeitraum beläuft sich trotz der Restriktionen des Top-Importeurs China gerade mal auf rund 3 %. Die am häufigsten gehandelte Novemberbohne verlor 1% auf 8,9350 USD/bu. Das Schrot gibt in gleicher Größenordnung nach und das Sojaöl kommt mit einem Verlust von 0,3 % etwas besser weg. Im elektronischen Handel wurden die Verluste am Morgen bereits wieder ausgeglichen.

Raps wieder im Aufwind

Der Raps arbeitete nach dem kleinen Rücksetzer vom Freitag gestern wieder an seinem Anstieg. Am Ende des Tages stand ein Plus von 0,8 % (3 Euro) auf 382,75 Euro/t an der Anzeigetafel. Die sehr schwache europäische Ernte unterstützt weiter die Bullen und im Preisverhältnis zum Weizen ist der Raps derzeit ebenfalls unterbewertet. 

Canola in Kanada hatte gestern Feiertag und blieb somit unverändert.

Das Palmöl in Malaysia konnte den Tag mit Gewinnen von rund 0,5 % beenden.

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