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Braugerstenmarkt

Preise für Braugerste schwächer

Braugerste.jpg
am Donnerstag, 22.02.2018 - 18:30 (Jetzt kommentieren)

Die Preise für Braugerste haben in Deutschland im Februar etwas nachgegeben. In Frankreich haben die Braugerstenpreise noch etwas stärker gefallen.

Auch im Vereinigten Königreich gingen die Kurse im neuen Jahr zurück. Für die neue Ernte 2018 liegen die ersten Preisvorstellungen in Deutschland rund 10 Euro unter den aktuellen Preisen.

Eine Ursache dürfte die erwartete Ausweitung des deutschen und europäischen Anbaus von Sommergerste, auf den witterungsbedingt im letzten Herbst nicht bestellten Flächen sein.

Allerdings wäre auch das derzeit für die Ernte 2018 erwartete Preisniveau im langfristigen Vergleich noch immer ziemlich hoch.  

Etwas schwächere Preise in Deutschland

Braugerste Deu

Am Großmarkt in Mannheim handelte man Braugerste (franko Mälzerei) in dieser Woche zu Preisen von 223 bis 225 Euro/t. Das waren rund 3 Euro niedrigere Preise als vor vier Wochen (226 bis 228 Euro).

Für die Anlieferung im März lagen die Preisangebote in Mannheim zwischen 225 und 227 Euro/t und 4 Euro niedriger als vor vier Wochen (229 und 231). Außerdem sind die Preisvorstellungen für März 2 Euro höher als für den Januar.

Die ersten Preisvorstellungen für die neue Ernte 2018 (Oktober) liegen ab Mälzerei zwischen 213 und 216 Euro und damit 10 Euro unter den derzeitigen Kursen.

Am Großmarkt in Stuttgart notierte Braugerste zur Anlieferung im Februar in dieser Woche mit 224 bis 227 EUR/t. Vor vier Wochen lagen die Preise in Stuttgart zwischen 228 und 231 EUR/t und damit 4 Euro höher.

Am Großmarkt in München wurden für Braugerste zur Anlieferung im März Preise von 227 bis 230 EUR/t geboten und damit ein ähnliches Niveau wie vor vier Wochen

Preise in Frankreich deutlich gefallen

Braugerste Frankreich

An den wichtigsten französischen Handelsplätzen haben die Preise für Braugerste im Februar recht deutlich nachgegeben.

Am wichtigsten französischen Handelsplatz, in Creil (fob), wurden für Braugerste der Sorte San Sebastian am Mittwoch (21.02) dieser Woche 189 Euro/t geboten. Das waren 8 Euro weniger als Mitte Januar (197 Euro). Im vorigen Jahr lagen die Preise in Creil Mitte Februar bei 188 Euro und damit ähnlich hoch wie jetzt.

An den Verladehäfen der Mosel, notierte man Braugerste (Sorte San Sebastian) am Mittwoch (21.02) dieser Woche mit 200 Euro/t. Damit waren die Preise an der Mosel ebenfalls 8 Euro niedriger als vor vier Wochen 208 EUR/t. Im vorigen Jahr lagen die Preise an der Mosel bei 189 Euro und damit 11 Euro niedriger als jetzt.

Export von Gerstenmalz leicht unter Vorjahr

Braugerste_geroestet.jpg

Der europäische Export von Gerstenmalz (umgerechnet in Gerste) läuft im aktuellen Wirtschaftsjahr weiterhin relativ stetig.

Bis zum 13. Februar lag die europäische Exportmenge (umgerechnet in Braugerste) bei 1,75 Mio. t, nach 1,86 Mio. t im vorigen Jahr sowie 2,0 Mio. t vor zwei Jahren. Das entspricht im Vergleich zum Vorjahr einem Rückstand der Ausfuhren von 6 % bzw. 111.000 t.

Der deutsche Export von Gerstenmalz/Braugerste in Drittländer summiert in diesem Wirtschaftsjahr bislang auf 263.488 t, Frankreich kommt auf Exporte von 371.018 t und Belgien sogar auf 540.881 t.

Die wichtigsten Abnehmer von europäischer Braugerste/Gerstenmalz sind in diesem Wirtschaftsjahr Japan, mit einem Anteil von 10,8 Prozent an der gesamten Ausfuhrmenge, gefolgt von Vietnam (8,0 %) Nigeria (5,7 %), Brasilien (4,4 %) und Venezuela (3,6 %)

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