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Ernteprognose

Rapsernte wird immer kleiner

am Dienstag, 05.06.2018 - 11:46 (Jetzt kommentieren)

Das Analystenhaus Strategie Grains hat seine Erwartungen an die europäische Rapsernte in dieser Woche weiter nach unten korrigiert.

Das ist die dritte Korrektur in Folge. Ursache sind die wegen der Trockenheit weiter nach unten gesetzten Erträge in wichtigen Anbauländern.

Mit seiner neuen Prognose liegt Strategie Grains noch etwas unter der letzten Ernteschätzung der Kommission. Dabei hatte die Kommission die erwartete Produktion zum Monatswechsel ebenfalls deutlich nach unten gesetzt.

Grund waren die kleineren Ernte-Schätzungen für Deutschland und Polen, für das Vereinigte Königreich, Tschechien und das Baltikum.

Erträge noch etwas schlechter

Stratgie Grains Raps

Die kommende europäische Rapsernte schätzt das Analystenhaus Strategie Grains Anfang Juni auf 21,38 Mio. t.  Vor vier Wochen war man noch von 22,21 Mio. t ausgegangen und im April hatten die Analysten eine Produktion von 22,5 Mio. t für möglich gehalten.

Im vorigen Jahr ernteten die europäischen Landwirte nach den Daten von Strategie Grains 22,0 Mio. t Raps. Vor zwei Jahren lag die Erntemenge nur bei 20,3 Mio. t. Mit der aktuellen Prognose würde auch die Vorjahresente um 0,8 Mio. t erstmals verfehlt.

Ursache für die weitere Korrektur der Produktion sind die witterungsbedingt weiter nach unten gesetzten Erträge in einer ganzen Reihe von wichtigen Anbauländern. Betroffen sind etwa Deutschland, Polen, das Vereinigte Königreich, Tschechien und das Baltikum. Derzeit geht Strategie Grains von Rapserträgen nur noch von 3,17 t/ha aus, nach 3,29 t bei der vorigen Prognose und 3,28 t im vorigen Jahr.

Die europäische Rapsfläche wurde im Vergleich zur vorigen Schätzung nicht verändert und mit rund 6,75 Mio. ha angegeben. Im vorigen Jahr haben die europäischen Landwirte von 6,71 Mio. ha  Raps geerntet und vor zwei Jahren waren es lediglich 6,52 Mio. ha.

Kommission sieht Rapsernte ebenfalls kleiner

Rapsernte Länder

Die Kommission hat die europäische Rapsernte zum Monatswechsel auf 21,67 Mio. t  geschätzt und damit etwas größer als Strategie Grains. Im Vergleich zum Vormonat war dies jedoch eine deutliche Korrektur nach unten. Vier Wochen zuvor war die Kommission noch von 22,57 Mio. t ausgegangen.

Die Anbaufläche veranschlagt die Kommission geringfügig größer als Strategie Grains auf 6,80 Mio. ha und die Erträge werden ähnlich niedrig auf knapp 3,19 t/ha geschätzt. Dabei sieht die Kommission die deutsche Rapsernte jetzt mit 4,5 Mio. t deutlich kleiner als im Vormonat mit 4,97 Mio. t. Allerings würde die Vorjahresernte von 4,27 Mio. t noch übertroffen.

Für Frankreich schätzt die Kommission die neue Ernte unverändert auf 5,12 Mio. t, nach 5,39 Mio. t im vorigen Jahr. Das wäre ein leichter Produktionsrückgang. Die aktuelle Kommission-Schätzung für Polen liegt nur noch bei 2,31 Mio. t, im Vergleich zu 2,70 Mio. t im vorigen Jahr. Gegenüber dem Vormonat wurde die polnische Ernte nach unten angepasst. 

Für das Vereinigte Königreich wird eine Produktion von 2,13 Mio. t erwartet und damit Rückgang gegenüber dem Vormonat und leichter Rückgang gegenüber der Vorjahresernte von 2,17 Mio. t.

Größere Rapsernten als im vorigen Jahr werden (trotz ds Rückgangs zum Vormonat) in Tschechien mit 1,27 Mio. t  erwartet und in Rumänien mit 1,86 Mio. t.

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