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Russland will Getreide-Exportdeal fortsetzen – Weizenpreis gibt nach

Frachter vor dem Hafen Odessa
am Mittwoch, 02.11.2022 - 13:40 (2 Kommentare)

Russland will am Abkommen über den Getreideexport aus der Ukraine über das Schwarze Meer festhalten.

Das teilte das russische Verteidigungsministerium heute (2.11.) mit. Nach eigenen Angaben erhielt die Regierung in Moskau die Zusage der Ukraine, dass der Schiffskorridor nicht zu militärischen Angriffen auf russische Ziele missbraucht werde.

"Die Russische Föderation ist der Ansicht, dass die erhaltenen Garantien zum jetzigen Zeitpunkt ausreichend sind und nimmt die Umsetzung des Abkommens wieder auf", hieß es in der Erklärung des Ministeriums.

Am Wochenende hatte Russland das Abkommen einseitig ausgesetzt. Anlass war, dass mehrere russische Militärschiffe in Sewastopol auf der von Russland besetzten Krim von der Ukraine angegriffen worden waren.

Die Preise für Weizen, Mais, Raps und andere Agrarrohstoffe reagierten heute Vormittag an den Börsen auf die Ankündigung Moskaus sofort mit heftigen Abschlägen.

Weizenpreis gibt an der Matif um 4 Prozent nach

Der vordere Weizen-Kontrakt für Dezember 2022 verlor an der Pariser Terminbörse Matif im Laufe des Vormittags gegenüber dem Schlusskurs von gestern Abend 14,75 Euro oder 4 Prozent auf 343 Euro/t.

Beim Mais gab der März-Kontrakt um gut 2 Prozent auf 336,75 Euro/t nach. Der Raps-Future Februar 2023 reagiert mit einem Abschlag etwas über 20 Euro oder 3 Prozent auf 650,25 Euro/t. Die Türkei hatte sich über das Wochenende für den Fortbestand des Schiffskorridors eingesetzt.

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