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Vermarktung Live

Schwache Märkte und extreme Nässe

Fahrspuren im Maisfeld-Dezember
Auf diesem Maisacker in Nordfriesland geht vorerst gar nichts mehr. © Dieter Jendrziak
von am
18.01.2018

Die extreme Nässe auf den Flächen in Norddeutschland bleibt auch im neuen Jahr bestehen. Zwar gab es einige kurze Phasen mit leichten Minusgraden. Immer neuer Regen verschiebt jedoch die Hoffnung auf eine trockenere Periode.

Dieter Jendrziak
Unser Autor im Norden von Schleswig-Holstein, der Landwirt Dieter Jendrziak. © privat

Die Vermarktung ist in einer vergleichbaren Situation. Derzeit sehen die Märkte ähnlich trostlos wie die Flächen aus. Wie der Winter auf  der nördlichen Halbkugel zu Ende gehen wird, kann im Moment niemand vorhersagen.

Derzeit sind zwar auch andere Regionen von ungünstiger Witterung und  möglichen Ertragseinbußen betroffen, aber für eine nachhaltige Wende an den Märkten reicht das noch nicht.

Fester Euro und große Bestände

Die globalen Bestände sind einfach zu groß und liegen wie Blei auf den Notierungen. Und vom Export kommen immer noch keine Impulse. Der jüngste Höhenflug des Euros sorgte für zusätzlichen Preisdruck sowohl beim Weizen als auch bei den Rapsnotierungen.

Insbesondere im Rapshandel waren die Hoffnungen wegen der knappen Versorgung in der EU relativ hoch. Aber die ungünstige Währungskonstellation erleichtert derzeit preisgünstige Importe. So wird jeder Ausbruchsversuch schnell wieder einkassiert.

Neue Ernte rückt in den Fokus

agrarheute Magazin November 2017
© Dagmar Deutsch

Die Hoffnungen für die nächste Ernte sind im Moment ebenfalls nicht besonders rosig. Wenn nicht noch größere Ausfälle durch das Wetter für Bewegung an den Märkten sorgen, könnte eine weitere Ernte mit unbefriedigenden Preisen anstehen.

Händler raten deshalb sich langsam mit der Absicherung der neuen Ernte intensiver zu beschäftigen und eine mögliche Preisspitze für ein Optionsgeschäft zu nutzen. Sobald Broker Martin Ziegelbäck für unsere Ackerbaubetriebe eine gute Chance sieht, werden wir darüber berichten.

Mehr zum Thema Vermarktung Live finden Sie in jeder Ausgabe des agrarheute-Magazins.

Nässe, Schlamm und Schnee: So sieht es auf norddeutschen Feldern aus

Wasser auf Wiese
Diese Grasfläche ist völlig überschwemmt und nicht nutzbar. © Dieter Jendrziak
Schlamm auf Feld
Hier wurde mit Gewalt eine Herbstfurche gezogen. Ideal für die Struktur ist das nicht. © Dieter Jendrziak
Voller Wassergraben
Die Gräben sind voll. Aus den häufig vorhandenen Niederungsgebieten muss das Wasser gepumpt werden, wodurch hohe Kosten entstehen. Die Schöpfwerke werden mit E-Motoren sowie Dieselaggregaten betrieben und laufen schon seit langem rund um die Uhr. © Dieter Jendrziak
Nasse Wiese
Eine nicht geerntete Grünlandfläche. Dieser Schnitt stört aber den ersten Aufwuchs im kommenden Frühjahr und muß kostenintensiv entsorgt werden, sobald die Fläche wieder befahrbar ist. © Dieter Jendrziak
Überschwemmung auf Wiese
Seit Monaten hängt über Norddeutschland ein grauer Himmel ... © Dieter Jendrziak
Überschwemmung auf Wiese
... aus dem immer wieder ergiebige Niederschläge fallen. © Dieter Jendrziak
Verschlammte Weide
Auch für die Weidehaltung wird der aufgeweichte Boden zum Problem. © Dieter Jendrziak
Hochwasser auf Maisstoppeln
Hier konnte der Mais immerhin abgefahren werden. © Dieter Jendrziak
Hochwasser auf Maisacker
Diese Maisfläche wird nicht abgeerntet werden können. © Dieter Jendrziak
Überschwemmtes Stoppelfeld
Ein trostloses Bild, das den Landwirten vor Ort über den Winter erhalten bleiben wird. © Dieter Jendrziak
Festgefahrener Traktor
Der Versuch, zur Entwässerung einen Grüppel zu ziehen, ist gescheitert. Das Wasser kann bis zu dem Punkt zwar abfließen, aber der Strukturschaden ist groß. © Dieter Jendrziak
Festgefahrener Traktor
Die Bergung des Schleppers war keine leichte Aufgabe. © Dieter Jendrziak
Gefrorener, gepflügter Acker mit Stauwasser
Sonnige, trockene Tage, an denen der Boden abtrocknen kann, gab es in der zweiten Jahreshälfte viel zu wenig. © Dieter Jendrziak
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