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Börsentelegramm

Stabile Preise bei Weizen, Gerste und Mais

am Montag, 21.01.2019 - 11:16 (Jetzt kommentieren)

In der dritten Januarwoche haben sich die Preise für Weizen und Mais am europäischen Terminmarkt kaum verändert. Beim Raps ging es leicht nach oben.

Insgesamt blieben die Preisveränderungen jedoch gering. An den globalen Handelsplätzen sind die Weizenpreise in der vorigen Woche sowohl den USA als auch in Frankreich etwas zurückgegangen. Dagegen blieben die russischen Exportpreise auf hohem Niveau stabil und lagen fob-Verladehafen zuletzt höher als in Frankreich.

Auch die Gerstenpreise haben an den französischen Exporthäfen relativ deutlich nachgegeben und bewegten sich unter den Angebotspreisen von Schwarzen Meer. Anderseits sind die Maispreise an den Schwarzmeerhäfen gestiegen, während Rapssaat aus der Ukraine unverändert günstig angeboten wird.

Der Euro hat in den letzten sieben Handelstage nachgegeben. Am vorigen Freitag notierte die europäische Währung bei 1,142 USD. Die Rohölpreise (WTI) sind am Ende der vorigen Woche deutlich gestiegen. Das Barrel WTI notierte bei 54,04 USD und damit 2,85 USD höher als in der Woche zuvor. In den USA ist am heutigen Montag ein Feiertag und es wird nicht gehandelt.

EU: Weizenexporte schwach, Gerste wie Vorjahr

Die europäischen Weizenexporte laufen weiterhin erheblich schlechter als im vorigen Jahr. Bis zum 13. Januar haben die Europäer jetzt 8,6 Mio. t Weichweizen in Drittländer verkauft. Das sind 26 Prozent weniger als im vorigen Jahr zur gleichen Zeit. Frankreich kommt bislang auf Ausfuhren von 4,4 Mio. t, Rumänien verkaufte 1,9 Mio. t Weizen in Drittländer, Polen 0,72 Mio. t, Litauen, 0,52 Mio. t und Deutschland 0,55 Mio. t.

Den Export von Gerste in Drittländer gibt die Kommission mit knapp 2,8 Mio. t an und damit ähnlich hoch wie im vorigen Jahr. Hier kommt Frankreich auf Ausfuhren von 1,3 Mio. t, Rumänien auf 0,59 Mio. t und Deutschland auf 0,28 Mio. t.

Gleichzeitig wurden bislang 12,7 Mio. t Mais in die EU importiert. Das sind 48 Prozent mehr als im vorigen Jahr. Deutschland hat bislang 0,6 Mio. t in Drittländern gekauft. Wichtigster Lieferant ist die Ukraine, deutlich vor Brasilien.

Die europäischen Rapsimporte sind mit bislang 2,4 Mio. t etwa 10 Prozent höher als im Vorjahr. Deutschland hat immerhin 0,63 Mio. t eingeführt.

Europäische Weizenpreise stabil

Die Weizenpreise haben im Verlauf der vorigen Woche nur leicht geschwankt. Der vordere Märztermin für den MATIF-Weizen beendete den Handel am Freitag bei 204 Euro. Das waren die gleichen Preise wie am Vortag und 0,75 Euro weniger als eine Woche zuvor. Der nachfolgende Maikontrakt 2019 wurde am Freitag mit 205 Euro notiert. Für die neue Ernte 2019 (September) lagen die Terminmarkpreise bei 187,50 Euro.

Am deutschen Kassamarkt haben sich die Preise ebenfalls kaum  verändert. Am Exporthafen Hamburg wurde der Brotweizen am 18. Januar mit 207 Euro notiert. Das waren die gleichen Preise wie in der Woche zuvor.

Vom wichtigsten französischen Handelsplatz Rouen meldete man für den dort angelieferten Brotweizen am Freitag Preise von 200 Euro/t. Das war 1 Euro weniger als eine Woche zuvor.

Am heutigen Montag beginnen die Weizenpreise den Handel an der MATIF wenig verändert. Der Märztermin 2019 wird zum Handelsbeginn mit 204,25 Euro notiert und damit 0,25 Euro höher als am Freitag.

Maispreise kaum verändert

Die europäischen Maispreise haben sich zuletzt ebenfalls behauptet. Der schwächere Euro macht die Importe aus der Ukraine etwas teurer. Allerdings dürfte auch reichlich billiger Mais aus Ungarn und Rumänien über die Donau Richtung Norden fließen.

Der vordere Märzkontrakt für den MATIF-Mais notierte am Freitag bei 181 Euro. Das waren zwar 0,50 Euro mehr als am Vortag und zugleich 0,50 Euro mehr als eine Woche zuvor. Der nachfolgende Junitermin 2019 beschloss den Handel am Freitag bei 184 Euro. Das war ebenfalls ein Plus von 0,50 Euro zur Vorwoche. Für die neue Ernte 2019 (November) lagen die Kontraktpreise an der MATIF bei 176,75 Euro.

Am Hamburger Hafen wurde Importmais zur Auslieferung im Februar mit 179,25 Euro notiert. Für die Auslieferung im April lagen die Preisforderungen bei 182,25 Euro. Im Südwesten wurde Mais ab Station mit 177 bis 180 Euro notiert und fob-Oberrhein zwischen 178 Euro und 180 Euro/t.

Am heutigen Montag beginnen die vorderen Maispreise den Handel an der MATIF unverändert. Der Frontmonat März wird mit 181 Euro notiert.

Rapspreise ganz leicht erholt

Rapssaat

Die Rapsreise haben sich in der vorigen Woche ganz leicht erholt. Grund sind die leicht gestiegenen Sojapreise. Der Februarkontrakt für den MATIF-Raps beendete den Handel am Freitag bei 369,75 Euro/t. Im Vergleich zum Vortag war dies ein Anstieg von 1,25 Euro. Die Vorwochenpreise wurden um 1,25 Euro übertroffen.

Der nachfolgende Maitermin wurde mit 372 Euro notiert. Für die neue Ernte 2019 (August) lagen die Kontraktpreise am Freitag bei 368,50 Euro.

Am Kassamarkt in Hamburg wurde Raps am Freitag mit 371 Euro notiert. In Mannheim lagen die Kurse bei 376 Euro und am Mittelandkanal bei 370 Euro.

Am heutigen Montag beginnen die Rapspreise den Handel an der MATIF leicht schwächer. Der Februartermin wird zunächst mit 369 Euro notiert und damit 0,75 Euro niedriger.

Stabile Kurse auch für Futtergerste und Futterweizen

Die Preise für Futtergerste haben sich in Deutschland seitwärts bewegt. Am Hamburger Exporthafen lagen die Preisangebote am Freitag bei 206,50 Euro/t. Das war die gleichen Preise wie vor eine Woche zuvor.

Futterweizen notierte in Hamburg am Freitag bei 205 Euro und damit eben  so hoch wie eine Woche zuvor und 1,50 Euro billiger als Gerste. In Südoldenburg wurden für Futterweizen zur Anlieferung im Januar 241 Euro geboten. Das waren ebenfalls die gleichen Preise wie vor einer Woche.

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