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Börsentelegramm

Terminmärkte korrigieren nach unten

am Freitag, 10.08.2018 - 08:17 (Jetzt kommentieren)

Die bereits am Vortag nach den jüngsten Höchstständen eingeläutete Korrekturphase setzte sich gestern an den Warenterminmärkten verstärkt fort. Im Vorfeld des heute Abend erscheinenden Anbau- und Bestandsreportes des US-Landwirtschaftsministeriums setzten die Händler auf beiden Seiten des Atlantiks auf Gewinnmitnahmen. Welche Impulse der Bericht bereit hält, ist ziemlich unsicher, da die amerikanische Behörde in solch extremen Erntesituationen schon öfter überraschte. In den USA drückte zusätzlich ein festerer Dollarkurs auf die Stimmung. Heute Morgen setzt sich der negative Trend im elektronischen Handel in Chicago fort.

Weizen verliert weiter

Die Weizenkurse an der Pariser Terminbörse Matif standen gestern von Beginn an unter Verkaufsdruck. Der Frontmonat baute seine Verluste im Laufe des Tages aus und settelte mit einem deutlichem Minus von 1,6 % (3,50 Euro)  auf 211 Euro/t. Damit hat er wieder das Niveau des letzten Wochenendes erreicht. Die Folgemonate verloren etwas weniger.

In den USA ging es nach anfänglich positiver Entwicklung ebenfalls im Hinblick auf die neuen Zahlen abwärts. Der Frontmonat büßte 1 % auf 5,6450 USD/bu ein.  Die wöchentlichen Exportanmeldungen der USA lagen mit 317.100 t im Rahmen der Erwartungen. Die privaten Analysten von Strategie Grains reduzierten die EU-Weizenernte aufgrund der ausgedehnten Trockenheit weiter. Nach der jüngsten Schätzung soll die EU-Produktion nochmal um rund 2,3 Mio. t auf jetzt unter 128 Mio. t zurückfallen. Das dürfte unterhalb des Verbrauches liegen.

EU-Mais gibt kräftig nach

Der europäische Mais korrigierte ebenfalls deutlich. Mit einem Rückgang von 1,8 % auf 191 Euro/t bestätigt der Frontmonat November die am Vortag eingeläutete Korrekturphase trotz der weiter reduzierten Ernteerwartungen in Deutschland.

In den USA fiel der Rückgang des Septemberkontraktes mit 0,5 % auf 3,6925 USD/bu erheblich geringer aus. Das US-Exportgeschäft läuft weiter innerhalb der Erwartungen. Für die letzte Woche wurden insgesamt 1,2 Mio. t alte wie neue Ernte angemeldet.

Die brasilianische Conab senkte die Erwartungen an die inländische Maisernte leicht um 750.000 t auf 82,2 Mio. t.

Der US-Sojaexport läuft

Auch der Sojakomplex schaltete gestern auf Korrektur. Die Novemberbohne büßte mit rund 1 % etwas mehr als den Vortagesgewinn ein und settelte bei 9,04 USD/bu. Das Schrot fällt in gleicher Größenordnung, während das Sojaöl mit einem minimalen Rückgang auskommt.

Die US-Exportanmeldungen kamen mit insgesamt 950.000 t für das laufende wie für das kommende Wirtschaftsjahr jeweils am oberen Ende der Erwartungen herein.

Aus Brasilien kam von den Statistikern eine leicht erhöhte Schätzung der inländischen Sojaernte von 119 Mio. t.

Auch Raps kann sich nicht halten

Der Raps kam gestern noch am Besten weg. Am Ende des Tages war der Druck aber zu groß. Raps verließ sein am Vortag erreichtes Neunmonatshoch und settelte mit einem Verlust von 0,3 % (1,25 Euro) auf 382,75 Euro/t.

Kanadischer Canola wurde zum Handelsende nach einem Rückgang von 0,4 % mit 508,70 CAD/t bewertet.

Das Palmöl in Kuala Lumpur korrigierte ebenfalls leicht.

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