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Erntezahlen

Trockenheit sorgt für deutliche Ernteeinbußen in Österreich

Ernte in Österreich
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Anke Fritz, agrarheute
am
03.08.2018

Auch in Österreich holen die Landwirte aufgrund der Trockenheit weniger vom Feld. Die diesjährige Druschmenge liegt deutlich unter dem Fünf-Jahres-Durchschnitt.

Auch die Getreideproduktion in Österreich steht in diesem Jahr im Zeichen der Trockenheit und wird wohl deutlich geringer ausfallen als im langjährigen Durchschnitt. Wie die Agrarmarkt Austria (AMA) vor Journalisten in Wien mitteilte, erwarten die Marktbeobachter eine Druschmenge von rund 2,78 Mio t ohne Mais; das wären 13,1 % weniger als im Fünf-Jahres-Durchschnitt. Im Vorjahresvergleich ergäbe sich ein Minus von 0,5 %.

Importnettobedarf liegt auf Vorjahresniveau

Der AMA-Vorstandsvorsitzende Günter Griesmayr geht davon aus, dass bei einem wachsenden Inlandsverbrauch der Importnettobedarf mit 1,2 Mio t Getreide auf dem Niveau des Vorjahres liegen wird. Nach Angaben des AMA-Verwaltungsratsvorsitzenden Franz Stefan Hautzinger hat sich insbesondere der trockene und warme April negativ auf die Entwicklung des Getreides ausgewirkt. Wintergetreide habe die Winterfeuchte besser nutzen können; bei den Sommergetreidearten sei es dagegen zu Defiziten bei der Bildung von Seitentrieben und der Ährenausbildung gekommen.

Ernteergebisse im Überblick

  • Weizen: 1,41 Mio t;  2,9 % weniger als im Vorjahr
  • Futtergetreide: 3,29 Mio t; Anstieg von 1,5 %
  • Sommergerste: Einbußen in Höhe von 19,5 %
  • Hartweizen: 12,5 % unter Vorjahresniveau
  • Weichweizen inklusive Dinkel: 2,0 % unter dem Vorjahr
  • Wintergerste: Rückgang um 1,5 %
Mit Material von AgE
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