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Agritechnica 2019

UFOP: Rapsaussaatfläche 2020 stagniert

am Dienstag, 12.11.2019 - 16:30 (Jetzt kommentieren)

Laut der jährlichen UFOP-Prognose liegt die Aussaatfläche von Winterraps zur Ernte 2020 mit 873.697 Hektar nur 2 Prozent über der Erntefläche des Vorjahres.

UFOP Agritechnica

Der Winterrapsanbau zur Ernte 2020 bleibt laut der Union zur Förderung von Ölpflanzen (UFOP) weiterhin auf geringem Niveau. Mit 880.500 ha liegt die Aussaatfläche nur 3 Prozent über der Erntefläche 2019.

Viele Landwirte seien 2018 ins Risiko gegangen, was aber nach einem ähnlich trockenen Sommer 2019 nicht mehr der Fall gewesen sei. Die im Feld stehenden Rapsbestände präsentierten sich vor dem Winter in überwiegend gutem Zustand.

Gründe, warum die Rapsfläche stagniert

Ein Drittel der Landwirte gibt an, dass die langfristige Fruchtfolgeplanung der wichtigste Grund für eine Verkleinerung der Winterrapsfläche ist. Der Trend geht laut der UFOP zur Verlängerung von Anbaupausen in den Hauptanbaugebieten. Auch der schlechte Rapsertrag der letzten Anbaujahre spiele eine entscheidende Rolle (30 Prozent). Ungünstige Bedingungen bei der Aussaat sowie Trockenheit wurden mit 22 Prozent genannt. 

Diese Bundesländer bauen am meisten Raps an

Mit 169.900 ha bleibt Mecklenburg-Vorpommern das bedeutendste Bundesland für den Rapsanbau. Es folgen Sachsen mit 96.000 ha, Thüringen (89.600 ha) und Bayern (81.300 ha). In Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Hessen werden jeweils weniger als 41.000 ha Raps angebaut. 

Die Anzahl der rapsanbauenden Betriebe hat sich nur geringfügig reduziert. 98 Prozent der Rapserzeuger von 2019 bauen auch zur Ernte 2020 Winterraps an. 

"Leguminosenanbau leistet wichtigen Beitrag zum Klimaschutz"

Die Erweiterung der Fruchtfolgen sei laut UFOP-Präsident Wolfgang Vogel der Schlüssel, die Eiweißversorgung in Deutschland auf eine breitere Basis zu stellen und gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

Um diese Ziele zur erreichen, arbeiteten die UFOP-Gremien derzeit intensiv an der Umsetzung der UFOP-Strategie „10 + 10“, wonach der Anteil der Anbaufläche von Raps und Leguminosen bis zum Jahr 2030 jeweils 10 Prozent der deutschen Ackerfläche betragen soll, also jeweils etwa 1,2 Millionen Hektar.

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