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USDA-Bericht

USDA erhöht Lagerbestände für Sojabohnen

am Freitag, 09.11.2018 - 09:00 (Jetzt kommentieren)

Trotz der höheren Endbestände an Sojabohnen gingen die Preise für Sojabohnen und Raps gestern nur leicht zurück. Wir haben die wichtigsten Ergebnisse des US-Reports zusammengefasst.

Erwartungsgemäß werden in den USA die Endbestände an Sojabohnen im laufenden Wirtschaftsjahr 2018/19 höher ausfallen als noch vor vier Wochen geschätzt. Dabei fällt die US-Sojaernte sogar um 2,5 Mio. t kleiner aus.

In seiner Novemberschätzung geht das US-Agrarministerium (USDA) von einer US-Ernte von 125,2 Mio. t aus. Weil die US-Exporte im laufenden Wirtschaftsjahr um über 4 Mio. t auf 51 Mio. t einbrechen, werden in den USA die Lagerbestände an Sojabohnen um fast 2 Mio. t auf rund 26,1 Mio. t ansteigen.

Die Entwicklung in den USA ändert die Weltversorgungsbilanz für Sojabohnen. Weltweit werden nun 367,5 Mio. t geerntet. Das sind rund 2 Mio. t weniger als vor vier Wochen. Obwohl die US-Experten der Verbrauch mit 352 Mio. t ebenfalls leicht geringer ist, wachsen die Weltlagerbestände auf über 112 Mio. t. Im Vergleich zum Vorjahr sind dies rund 12,4 Mio. t mehr Sojabohnen. Die Marktbeteiligten erwarteten im Vorfeld des US-Berichtes knapp 111 Mio. t Endbestände.

Der Anteil der Lagerbestände am globalen Verbrauch wird sich in 2018/19 bei rund 31,8 Prozent liegen. Das ist deutlich mehr als im vergangenen Wirtschaftsjahr, als der Anteil noch bei 29,6 Prozent lag. Damit verbessert sich die weltweite Versorgungslage erneut.

Höhere Exporte aus Brasilien

Förderschnecke auf Getreidesilos

Den Exportrückgang der USA mit rund 4 Mio. t fängt teilweise Brasilien auf. Laut den aktuellen Prognosen sollen die Südamerikaner 77 Mio. t ausführen. Das wären 2 Mio. t mehr als noch im Oktober geschätzt wurde. Die brasilianische Sojaernte soll sich indes unverändert auf 120,5 Mio. t belaufen. Gegenüber dem Vorjahr wäre dies ein leichter Anstieg um rund 1 Mio. t.

Im Gegensatz dazu werden die argentinischen Farmer 2018/19 mit 55,5 Mio. t Sojabohnen 1,5 Mio. t weniger ernten als noch vor vier Wochen erwartet wurde. Die Exportmengen bleiben aber mit 8 Mio. t unverändert.

Höhere Sojabohnenexporte seien auch aus Russland und der Ukraine zu erwarten, heißt es im US-Novemberreport.

Chinesen brauchen weniger Sojabohnen

Wegen der Afrikanischen Schweinepest in China benötigen die Asiaten im laufenden Wirtschaftsjahr 2018/19 deutlich weniger Sojabohnen. Das USDA geht nun von 90 Mio. t Importbedarf aus. Das sind rund 4 Mio. t weniger als im Vorjahr. 

Der weltweite Handel mit Sojabohnen soll sich nach den neuen Zahlem auf 155,4 Mio. t belaufen. Gegenüber der Oktoberprognose wäre das ein Minus von 3 Mio. t. Gegenüber dem Vorjahr würde der globale Handel aber leicht um 2,2 Mio. t ansteigen.

 

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