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USDA-Getreidereport

USDA: Mehr Weizen und Mais auf Lager

Getreide verladen
am Mittwoch, 10.04.2019 - 12:50

Der Aprilreport des USDA war vor allem wegen Einschätzung zu den globalen Getreidevorräten von Interesse.

Die ersten Prognosen zur nächsten globalen Getreideernte liefert das USDA erst im Mai. Das gestrige Update der USDA-Analysten setzte in Chicago vor allem die Weizenpreise unter Druck. Währenddessen blieben die Kurse bei  Mais und Sojabohnen weitgehend stabil.

Die Preisentwicklung in Übersee drückte auch in Europa auf die Weizenpreise und sorgte auch bei Raps für Abschläge. Die europäischen Maispreise blieben hingegen wie in den USA unverändert.

Welche entscheidenden Anpassungen hat das USDA in seinem April-Report vorgenommen?

Weltweite Weizenbestände nach oben korrigiert

Getreide verladen

Grund für den Preisrutsch beim Weizen sind die wegen des schrumpfenden globalen Verbrauchs nach oben korrigierten weitweiten Weizen-Bestände. Dahinter verbergen sich kleinere Verbrauchsmengen in den USA, in der Europäischen Union und im Iran. Vor allem im Iran wurden deshalb die Weizen-Bestände sehr kräftig nach oben gesetzt. 

Die globale Weizenernte hat das USDA in seiner April-Prognose sogar ganz leicht nach unten korrigiert. Der weltweite Weizen-Verbrauch schrumpfte jedoch noch stärker. Trotz der Korrekturen übersteigt der Verbrauch zudem weiterhin die Produktion.

Beim Export setzte das USDA seine Prognose für die Europäische Union nochmals nach oben. Unverändert hoch blieben die Exporterwartungen für Russland, den mit Abstand größten globalen Weizenexporteur. Zudem erwarten die USDA-Experten nochmals weniger Weizen-Exporte der USA.

Südamerikaner und Europäer mit größerer Maisernte

Maisernte

Die weltweite Maisernte hat das USDA weiter nach oben geschätzt. Grund sind die größeren Erntemengen in Brasilien und Argentinien sowie in der Europäischen Union. Für die der Ukraine und die USA blieben die Erntedaten unverändert.

Für die EU setzte das USDA die erwarteten Mais-Importe noch weiter auf eine neuen Rekordwert nach oben. Gleichzeitig wurden die Exportprognosen für die beiden südamerikanischen Länder angehoben und für die Ausfuhren der USA wurden gesenkt.

Die weltweiten Maisbestände hat das USDA ebenfalls sehr kräftig angehoben. Grund sind die wegen der deutlich schwächeren Exporte der USA ebenso kräftig nach oben korrigierten Maisbestände der Amerikaner.

Trotz dieser Korrekturen sind die weltweiten Maibestände immer noch deutlich kleiner kleiner als in der vorigen Saison – denn die Verbrauchsmenge übertrifft die Erntemenge weiterhin recht deutlich.

Saudi-Arabien importiert weniger Gerste

Auf einem Rekordtief befinden sich weiterhin die globalen Gerstenbestände. Hier hat das USDA allerdings keine Veränderungen mehr vorgenommen. Das dritte Wirtschafsjahr in Folge übersteigt der weltweite Gerstenverbrauch die Produktion. Das führte zu einem starken Abschmelzen der Bestände. Die mit Abstand größten Importeure sind China und Saudi-Arabien.

Dabei hat Saudi-Arabien seine Importe entgegen den früheren Erwartungen zuletzt deutlich um rund 1,0 Mio. t reduziert und damit zu dem jüngsten Preisrutsch bei Futtergerste am Weltmarkt maßgeblich beigetragen.