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Analyse

USDA-Report: Weltweit sind noch mehr Sojabohnen auf Lager

am Donnerstag, 11.10.2018 - 17:52 (Jetzt kommentieren)

Obwohl das US-Agrarministerium die weltweite Sojaernte im aktuellen Oktoberbericht relativ stabil einstuft, nehmen die Endbestände weiter zu.

Sojabohnen-reif

In seiner Oktoberschätzung hat das US-Agrarministerium (USDA) die weltweite Sojaernte mit 369,5 Mio. t nahezu unverändert belassen. Dennoch werden am Ende des Wirtschaftsjahres 2018/19 mit gut 110 Mio. t die Lagerbestände 1,8 Mio. t höher sein als noch im September. Grund dafür sind die um knapp 1,9 Mio. t höheren Anfangsbestände.

Grund für die höheren Anfangsbestände in 2018/2019 sind die höheren US-Mengen aus dem Vorjahr. Alleine in den USA bleiben auf der Vorsaison knapp 12 Mio. t übrig. Aufgrund der guten Sojaernte 2018 erwarten die Experten einen Anstieg der US-Vorräte auf über 24 Mio. t.

Damit liegen die Endbestände leicht über den Markterwartungen. Die Marktbeteiligten gingen im Mittel von 109,5 Mio. t aus, also ebenfalls von einer Steigerung gegenüber dem Vormonat.

Der Anteil de Lagerbestände am Verbrauch liegt nun bei 31.2 Prozent. Im September betrug er noch 30,7 Prozent. Im vorherigen Wirtschaftsjahr lag die wichtige Versorgungskennzahl mit 28,7 Prozent niedriger.

Dennoch konnten die Sojakurse an der Börse in Chicago kurz nach der Veröffentlichung der neuen Prognosen deutlich anziehen, nachdem sie zuvor im roten Bereich lagen.

Stabile Sojaernten in Südamerika

Die südamerikanischen Ernten ließ das USDA ebenfalls unverändert. Für Brasilien lauten die Schätzungen auf 120,5 Mio. t und für Argentinien auf 57 Mio. t. Doch dort beginnt ja erst die Aussaat der Bohnen. Daher sind die Prognosen noch unsicher.

Die Chinesen werden laut USDA im laufenden Wirtschaftsjahr mit 94 Mio. t ebenso viele Sojabohnen wie im Vorjahr einführen.

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