Das ist ein Artikel vom Top-Thema:

USDA-Bericht

USDA schätzt weltweit weniger Raps

am Mittwoch, 13.06.2018 - 09:26 (Jetzt kommentieren)

In seinem Juni-Bericht hat das US-Agrarministerium die weltweite Sojaernte erhöht, die Rapsernte dagegen wird geringer ausfallen.

Wie erwartet, hat das US-Agrarministerium (USDA) die weltweite Rapsernte zurückgenommen. Mit 75,08 Mio. t soll 2018/19 nun knapp 0,4 Mio. t weniger Raps erzeugt werden. Grund dafür ist unter anderem die niedrigere Ernte in der EU. Laut USDA soll sie bei 21,8 Mio. t liegen. Grund sind niedrigere Ernten in Deutschland und Polen. Im Mai wurden noch 22,4 Mio. t geschätzt.

Für Kanada sagen die US-Experten eine Erntemenge von unverändert 21,1 Mio. t vorher.

Für Australien geht die australische Agrarbehörde Abares von einer schwachen Rapsernte aus. Sie soll mit 3,1 Mio. t das Vorjahresniveau um 0,6 Mio. t verfehlen. Neben einer um 10 Prozent niedrigeren Anbaufläche bereitet dort den Farmern die Trockenheit große Probleme.

Die US-Prognose für die EU-Rapsernte ist aber noch deutlich höher als die jüngste Schätzung von Coceral beispielsweise. Der europäische Handelsverband geht inzwischen nunr noch von 21 Mio. t aus. Wir erwarten daher in den nächsten USDA-Schätzungen weitere Anpassungen der EU- und der globalen Rapsernte nach unten.  

Weltsojaernte deckt Bedarf nicht

Am Sojabohnenmarkt bleiben die bisherigen Tendenzen erhalten. Die Weltsojaernte im kommenden Wirtschaftsjahr reicht nicht aus, um den Bedarf zu decken. Die Weltendbestände werden laut USDA in 2018/19 um 5,5 Mio. t auf rund 87 Mio. t sinken.

Die globale Sojabohnenernte soll nun aber mit 355,2 Mio. t leicht höher als vor vier Wochen ausfallen. Grund dafür sind die besseren Ernteprognosen für Brasilien. Das Land soll nun 118 Mio. t statt wie bisher 117 Mio. t ernten. Im Vergleich zum Vorjahr sind etwa 19 Mio. t mehr Sojabohnen.

Trotz der derzeit guten Witterungsbedingungen in den USA haben die Statistiker die Ernteprognosen für das eigene Land unverändert bei 116,5 Mio. t belassen. Allerdings erwarten sie einen höheren Verbrauch. Da auch im laufenden Wirtschaftjahr 2017/18 der Verbrauch höher ist, fallen die US-Endbestände niedriger jeweils um 0,7 Mio. t für 2017/18 und für 2018/19 niedriger aus.

Den negativen Preistrend an der Chicagoer Börse konnte die US-SChätzung aber nicht stoppen.

Kommentare

agrarheute.comKommentare werden geladen. Bitte kurz warten...