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Weizenmarkt

Weizenpreise geraten unter Druck

Getreidepreis.gif
am Montag, 14.05.2018 - 14:18 (Jetzt kommentieren)

Die Weizenpreise haben am europäischen Terminmarkt in der vorigen Woche nachgegeben. Auch am deutschen Kassamarkt standen die Kurse unter Druck.

Weizenbestände Global

Zum Beginn der neuen Woche geht es für die Weizenpreise weiter nach unten. Hauptgrund für den aufkommenden Preisdruck sind die Daten aus dem neuen USDA-Report.

Dort wurde die neue globale Weizenernte 2018 zwar kleiner eingeschätzt als die Rekordernte im vorigen Jahr. Die Bestände bleiben jedoch trotz eines Abbaus relativ hoch.

Zudem hat das USDA die sowohl die Ernte bei Sommerweizen als auch die US-Gesamternte größer prognostiziert als die Analysten erwartet hatten.

Russlands Ernte wird vom USDA ebenfalls kleiner erwartet als im Jahr zuvor. Die russischen Exporte bleiben jedoch sehr hoch und damit auch die russische Dominanz am Weltmarkt.

Die europäische Weizenernte sieht das USDA etwa auf dem Niveau des vorigen Jahres. Die Exporte der Europäer könnten hingegen wieder etwas größer ausfallen – wenn der Euro nicht wieder zulegt.

Ausführliche Informationen zum aktuellen USDA-Report finden Sie unter: USDA-Report: Weizen wird auch 2018 nicht knapp

https://www.agrarheute.com/markt/marktfruechte/usda-report-weizen-2018-knapp-544833

Matif-Weizen verliert deutlich

Weizen matif 2018

Die Weizenpreise haben in der vorigen Woche mit den fallenden US-Kursen deutlich nachgegeben. Die neue Woche beginnt erneut mit schwächeren Kursen.

Der vordere Septembertermin wurde am vorigen Freitag mit 171,75 Euro gehandelt. Damit waren die Preise für neue Ernte 3,75 Euro niedriger als eine Woche zuvor. Ein Jahr zuvor notierte der Weizen bei 174 Euro je t und damit 3,25 Euro höher als jetzt.

Der nachfolgende Dezemberkontrakt wurde am Freitag mit 175 Euro notiert und damit 3,50 Euro niedriger als vor einer Woche. Der Märzkontrakt 2019 beendete den Handel am Freitag bei 178 Euro/t.

Am heutigen Montag beginnen die  Weizenpreise den Handel erneut schwächer. Der vordere Septembertermin (neue Ernte) wird zunächst mit 170,75 Euro gehandelt und damit 1,0 Euro niedriger. Der nachfolgende Dezember notiert bei 174 Euro und damit ebenfalls 1,0 Euro im Minus.

Deutsche Kassapreise gehen zurück

Matif 2017_2018

An den deutschen Exporthäfen haben die Weizenpreise in der vorigen Woche ebenfalls nachgegeben.

Brotweizen mit 12 % Protein wurde am Exporthafen Hamburg am Freitag (11.05) mit 171 Euro/t notiert. Eine Woche zuvor wurden noch 174 Euro geboten und damit 3 Euro mehr. Vor einem Jahr wurde der Brotweizen in Hamburg mit 175 Euro gehandelt.

Für A-Weizen mit 13 % Protein wurden in Hamburg am Freitag (11.05) 176 Euro/t geboten. Am Freitag zuvor hatte man den A-Weizen mit 179 Euro notiert. Ein Jahr zuvor lagen die A-Weizenpreise zum gleichen Termin bei 177 Euro und damit 1 Euro höher.

Die Angebotspreise für E-Weizen mit 14 % Protein lagen am Freitag (11.05) bei 193 Euro/t. Eine Woche zuvor wurden 196 Euro geboten. Ein Jahr Jahr zuvor wurde der E-Weizen mit 190 Euro notiert und damit 3 Euro niedriger.

Die Preisangebote für Futterweizen lagen bei 169 Euro und damit 3 Euro niedriger als in der Woche zuvor, jedoch 6 Euro über den Preisen vom vorigen Jahr. Außerdem waren die Preise für Futterweizen 2 Euro niedriger als die Notierungen für Brotweizen.

Deutsche Weizen-Exporte halb so hoch wie im Vorjahr

Weizenexporte

Die Europäische Kommission meldete für den Zeitraum vom 1. Juli  2017 bis zum 07. Mai 2018 Exportverkäufe von Weichweizen in Drittländer von 17,2 Mio. t. Im Jahr zuvor lag die Exportmenge zum gleichen Termin bei 21,8 Mio. t und vor zwei Jahren waren es etwa 26,3 Mio. t. Im Vergleich zum Vorjahr ist dies ein Rückgang der Exporte um 21 % bzw. 4,6 Mio. t.

Frankreich meldet bis zum 07. Mai Exportverkäufe von 6,9 Mio. t Weizen. Im vorigen Jahr hatten die Franzosen zu diesem Termin lediglich 4,1 Mio. t exportiert. Die Weizen-Exporte Rumäniens summieren sich bisher lediglich auf 3,4 Mio. t, nachdem man im Jahr zuvor immerhin schon 5,4 Mio. t verkauft hatte.

Deutschland exportierte bisher erst 2,3 Mio. t Weizen in Drittländer. Das sind nicht einmal halb so viel wie im vorigen Jahr zu diesem Termin mit 4,7 Mio. t (!!!). Litauen kommt bisher auf Ausfuhren von 1,5 Mio. t und auch Lettland exportierte 1,5 Mio. t. Polen meldet Exporte von 724.410 t, nach sehr guten 2,7 Mio. t (!!!) im vorigen Jahr.

Die wichtigsten Absatzmärkte der Europäer waren in diesem Jahr Algerien mit 21,3 % der Gesamtexporte und Saudi-Arabien mit 16,4 % der Ausfuhren. Dahinter folgen dann Ägypten mit 7,4 % der Ausfuhren, Marokko mit 5,6 % und Südafrika mit 5,2 % der Exporte.

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