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Börsentelegramm

Weizenpreise auf Jahreshoch, höhere Preise für Mais und Raps

Ähren und Preiskurve
am Freitag, 06.07.2018 - 12:38 (Jetzt kommentieren)

Am Donnerstag sind die Weizenpreise in Europa auf den höchsten Stand seit einem Jahr geklettert.

Hauptgrund sind die jetzt ebenfalls deutlich nach unten korrigierten Ernteerwartungen für Frankreich. Zuvor waren die Ernteprognosen bereits für Deutschland, Polen und das Baltikum eingebrochen.

Auch die Weizenpreise in den USA schlossen sich der Aufwärtsbewegung in Europa an, nachdem der Handel in Chicago am Mittwoch wegen eines Feiertages geruht hatte.

Wegen der schwächeren Ernteprognosen haben auch die Preise für Mais und Raps zugelegt. Damit deutet sich vor dem Hintergrund der europäischen Ernteausfälle eine kräftige Preiserholung auch an den Kassamärkten an, denn die neue Ernte wird klein.

US-Weizen folgt Vorgaben aus Europa

Am heutigen Freitag starten die Weizenpreise in den USA nach dem Preissprung am Vortag mit leicht schwächeren Kursen in den vorbörslichen Handel. Auch Mais notiert im vorbörslichen Handel leicht im Minus.

Am Donnerstag waren die US-Weizenpreise in Chicago hingegen deutlich um 2,5 bis 3,0 % gestiegen. Der Impuls dafür kam aus Europa. Der proteinreiche Kansas-Weizen kletterte sogar um 4,3 %.

Gleichzeitig beendeten die US-Maispreise den Handel am Donnerstag mit einem leichten Plus von 0,2 %. Die Preise für Sojabohnen gaben sogar um 1,0 % nach.

Die Rohölpreise (WTI) sind am Donnesrtag um 1,6 % auf 72,94 USD je Barrel zurückgegangen. Der Euro hat hingegen um 0,2 % auf 1,1687 USD zugelegt.

Matif-Weizen auf Jahreshoch

Die Umsätze am Terminmarkt haben einen kräftigen Schub erhalten. Der vordere Septembertermin für den Matif-Weizen beendete den Handel am Donnerstag bei 186,75 Euro/t und damit 3,25 Euro höher als am Vortag. Das sind die höchsten Notierungen seit einem Jahr. Der nachfolgende Dezemberkontrakt wurde mit 189,75 Euro notiert. Das ist ein Tagesplus von 3,25 Euro und ebenfalls ein Jahreshoch.

Am Kassamarkt in Hamburg wurde der Brotweizen am Donnerstag indessen nur mit 181 Euro/t bewertet. Für die Anlieferung im September lagen die Preisvorstellungen bei 185 Euro und damit 4 Euro höher. Angesicht der gestiegenen Terminmarktpreise ist jedoch auch am Kassamarkt mit weiteren kräftigen Preisaufschlägen zu rechnen. 

Am heutigen Freitag geben die Weizenpreise an der Matif zum Handelsbeginn leicht nach. Grund dürften technisch bedingte Gewinnmitnahmen sein. Der vordere Septembertermin wird zunächst mit 186 Euro notiert und damit 0,75 Euro niedriger. Der Dezemberweizen wird mit 188,75 Euro gehandelt. Das ist ein Abschlag von 1,0 Euro.

Maispreise ebenfalls kräftig gestiegen

Die Maispreise sind am europäischen Terminmarkt am Donnerstag ebenfalls kräftig gestiegen. Am heutigen Freitag geben die Notierungen zunächst leicht nach. Der vordere Augustkontrakt notierte am Donnerstag bei 172 Euro/t und damit 2 Euro höher als am Vortag. Die neue Ernte 2018 (November) beendete den Handel bei 174,50 Euro. Damit haben die Preise um 1,75 Euro zugelegt.

Am Hamburger Hafen wurde Importmais zuletzt mit 189 Euro notiert. Die Maispreise in Südoldenburg wurden ebenfalls mit 192 Euro angegeben. Die Preisvorstellungen für den Mais der neuen Ernte lagen in Hamburg bei 176 Euro.

Am heutigen Freitag beginnen die Maispreise den Handel leicht im roten Bereich. Der Augusttermin wird im laufenden Handel mit 171,25 Euro geführt. Das ist ein Minus von 0,75 Euro. Die neue Ernte (November) wird mit 174 Euro je t gehandelt. Das ist ein Abschlag von 0,50 Euro.

Rapsreise legen ebenfalls zu

Die Rapspreise sind am Donnerstag an der Matif leicht gestiegen, obgleich es für Sojabohnen nach unten ging. Am heutigen Freitag bewegen sich die Rapspreise zum Handelsbeginn leicht nach unten.

Der Augustkontrakt (neue Ernte) notierte am Donnerstag an der Matif bei 362,50 Euro/t. Das war ein Aufschlag von 0,75 Euro. Der nachfolgende Novemberraps wurde mit 369 Euro gehandelt. Das war ein Plus von 1 Euro.

Am Kassamarkt in Hamburg wurden für Raps am Montag 356 Euro geboten. Für die Anlieferung im September lagen die Angebote bei 360 Euro.

Am heutigen Freitag bewegen sich die Terminmarktkurse leicht nach unten. Die neue Ernte (August) wird zunächst mit 361,75 Euro notiert und damit 0,75 Euro im Minus. Der Novembertermin wird mit 368,25 Euro gehandelt. Da ist ein Abschlag von 0,75 Euro.

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