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Börsentelgramm

Weizenpreise steigen auf 3-Monatshoch

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am Montag, 17.12.2018 - 13:45

Die Weizenpreise sind in Europa in der vorigen Woche auf den höchsten Stand seit fast drei Monaten gestiegen.

Die neue Woche beginnt erneut mit steigenden Weizenpreisen. Ähnlich war die Entwicklung in den USA und an den Exporthäfen am Schwarzen Meer. Auch dort kletterten die Weizenpreise auf den höchsten Stand seit Anfang Oktober. In der vorigen Woche hatte das USDA die Export-Erwartungen für Russland allerdings nochmals um 1,5 Mio. t auf jetzt 36,5 Mio. t nach oben korrigiert. Das würde wohl auch zu Beginn des neuen Jahres kein spürbares Abebben der russischen Weizenexporte bedeuten. Bis Ende der vorigen Woche hat Russland bereits 21,1 Mio. t Weizen exportiert und damit rund 58 Prozent der erwarteten Menge.

Der zuletzt deutlich schwächere Euro könnte insbesondere Frankreich und Rumänien sowie Polen helfen, mehr Weizen In Drittländer zu exportieren. Ob angesichts der knappen Versorgung und der hohen Futterweizenpreise nennenswerte Mengen aus Deutschland abfließen, ist fraglich.

Bisher haben die Europäer 7,3 Mio. t Weichweizen in Drittländer verkauft und damit etwa ein Viertel weniger als im vorigen Jahr. Von den gesamten Weizenausfuhren kamen 3,7 Mio. t aus Frankreich, 1,9 Mio. t aus Rumänien, 0,72 Mio. t aus Polen und gerade einmal 0,4 Mio. t aus Deutschland sowie 0,37 Mio. t aus Litauen.

Der Euro hat im Verlauf der vorigen Woche erneut nachgegeben. Am heutigen Montag beginnt der Handel hingegen etwas fester bei 1,134 USD. Die Rohölpreise (WTI) sind in der vorigen Woche auf 51,20 USD je Barrel zurückgegangen. Am heutigen Montag können sich die Kurse ganz leicht auf 51,58 USD je Barrel erholen.

Weizenpreise ziehen weiter an

Weizenpreis

Die Weizenpreise waren am Donnerstag der vorigen Woche auf den höchsten Stand seit Anfang Oktober geklettert.  Auslöser waren die steigenden Notierungen in Russland und den USA. Im vorbörslichen Handel am Montag geht es erneut nach oben. Unterstützung erhielt der europäische Weizen außerdem vom schwachen Euro.

Der vordere Märztermin für den MATIF-Weizen beendete den Handel am Freitag bei 206,75 Euro/t. Das war ein leichter Abschlag von 0,75 Euro gegenüber der Preisspitze vom Vortag. Im Vergleich zur Vorwoche lag das Plus bei 3 Euro. Der nachfolgende Maikontrakt 2019 wurde mit 207,75 Euro notiert. Für die Ernte 2019 (September) lagen die Kontraktpreise am Freitag immerhin bei 190,50 Euro/t.

Am deutschen Kassamarkt haben sich die (nominellen) Preise im Wochenvergleich sogar um 4 Euro verbessert. Am Exporthafen Hamburg wurde der Brotweizen am Freitag mit 209 Euro notiert. Das sind 4 Euro mehr als in der Woche zuvor.

Der wichtigste französische Handelsplatz Rouen meldete am vorigen Freitag für den dort angelieferten Brotweizen Preise von 203 Euro/t. Das waren 4 Euro mehr als in der Vorwoche.

Am heutigen Montag beginnen die Weizenpreise den Handel an der MATIF erneut im Plus. Der Dezembertermin wird gegen Mittag mit 208,25 Euro notiert und damit 1,50 Euro höher als am Freitag.

Maispreise bewegen sich wenig

Maispreise

Die Maispreise sind in der vorigen Woche am Terminmarkt leicht gestiegen. Gründe waren ein Anstieg der Exportpreise in den USA und ganz geringfügig höhere Maispreise in der Ukraine. Viel Luft nach oben dürften die Kurse in der Ukraine jedoch nicht haben.

Das USDA hat die ukrainische Rekordernte bestätigt und geht zudem von rekordhohen Exporten aus. Insbesondere die Europäer kaufen wegen des extrem knappen Angebots an heimischem Futtergetreide reichlich Mais am Schwarzen Meer. Das USDA rechnet deshalb  damit, dass die europäischen Maisimporte in diesem Jahr auf eine neue Rekordmarke von 21 Mio. t steigen.

Der vordere Januarkontrakt für den MATIF-Mais notierte am Freitag bei 175,50 Euro/t. Das waren zwar 1,50 Euro weniger als am Vortag, jedoch 1,50 Euro mehr als eine Woche zuvor. Der nachfolgende Märztermin 2019 beschloss den Handel am Freitag bei 177,50 Euro. Das war ein Plus von 1,25 Euro zur Vorwoche. Für die Ernte 2019 (November) lagen die Kontraktpreise bei 175,25 Euro.

Am Hamburger Hafen wurde Importmais zur Auslieferung im Dezember mit 181 Euro notiert und ebenso so hoch wie in der Woche zuvor. Im Südwesten wurde Mais ab Station mit 176 bis 179 Euro notiert und fob-Oberrhein lagen die Preise zwischen 177 Euro und 178 Euro.

Am heutigen Montag bewegen sich die Maiskurse an der MATIF nach oben. Der vordere Januartermin wird gegen Mittag mit 176,50 Euro notiert. Das ist ein Plus von 1 Euro.

Raps trudelt erneut abwärts

Rapspreise

Die Rapsreise standen in der vorigen Woche erneut unter Druck. Gründe waren der erneute Rückgang der Sojanotierung und der schwache Rohölmarkt. Palmöl konnte sich zum Ende der Woche hingegen etwas erholen. In der Ukraine und auch in Kanada waren die Exportpreise für Raps in der vorigen Woche auf niedrigem Niveau stabil.

Der Februarkontrakt für den MATIF-Raps beendete den Handel am vorigen Freitag bei 369,50 Euro/t. Das waren ebenso hohe Kurse wie am Vortag. Im Vergleich zur Vorwoche war dies allerdings ein Rückgang von 2,75 Euro. Der nachfolgende Maitermin wurde mit 379,50 Euro notiert. Das waren im Wochenvergleich 2,50 Euro niedrigere Kurse. Für die Ernte 2019 (August) lagen die Kontraktpreise nur bei 366 Euro.

Am Kassamarkt in Hamburg wurde Raps am vorigen Freitag mit 369 Euro geführt. In Mannheim lagen die Kurse bei 374 Euro und am Mittellandkanal bei 368 Euro. Das waren etwa 2 Euro niedrigere Preise als in der Vorwoche.

Am Montag geben die Rapspreise an der MATIF erneut nach. Der Februartermin wird gegen Mittag mit 368,75 Euro notiert und damit 0,75 Euro schwächer.

Mehr Geld für Futtergerste und Futterweizen

Nach oben ging es in der vorigen Woche mit den Notierungen für Futtergerste. Am Hamburger Exporthafen lagen die Preisangebote am Freitag bei 207 Euro/t. Das waren 2 Euro mehr als in der Woche zuvor. Für die Anlieferung im Januar wurden ebenfalls 207 Euro geboten.

Futterweizen notierte in Hamburg am Freitag bei 207 Euro und damit 3 Euro höher als in der Woche zuvor und ebenso teurer wie Gerste. In Südoldenburg wurden für Futterweizen zur Anlieferung im Dezember 216 Euro geboten. Das waren 2 Euro mehr als vor einer Woche.