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Getreideernte 2020

Weltgetreideernte: Erster Überschuss seit vier Jahren erwartet

Ackerfläche mit Maispflanzen
am Dienstag, 02.06.2020 - 09:50 (1 Kommentar)

Insgesamt könnte 2020/21 die weltweite Getreideproduktion um 2,4 Prozent steigen, seit vier Jahren wird wieder ein Produktionsüberschuss erwartet. Die Maiserzeugung könnte einen neuen Rekordwert erreichen.

Der Internationale Getreiderat (IGC) hat seine Projektion für die globale Getreideernte 2020/21 nach oben gesetzt. Laut dem am vergangenen Donnerstag veröffentlichten IGC-Bericht soll das weltweite Getreideaufkommen im Vergleich zu 2019/20 um 53 Mio. Tonnen oder 2,4 Prozent auf den neuen Rekord von 2,230 Mrd. Tonnen steigen. Im April waren 2,218 Mrd. Tonnen erwartet worden.

Im Einzelnen rechnen die Londoner Experten nun mit einem Anstieg der Weizenerzeugung um 4 Mio. Tonnen oder 0,5 Prozent auf 766 Mio. Tonnen. Die Aprilprojektion lag hier bei 764 Mio. Tonnen.
Kräftiger soll die Maiserzeugung zunehmen, und zwar um 51 Mio. Tonnen oder 4,7 Prozent auf den Rekord von 1,169 Mrd. Tonnen. Zuvor war mit 1,158 Mrd. Tonnen Mais gerechnet worden.

Aktuelle Getreidepreise finden Sie im agrarheute-Marktbereich.

Mit Material von Agra Europe (AgE)

Produktionsüberschuss beim Getreide

Der voraussichtlich größeren globalen Getreideproduktion wird nach der Vorhersage des Getreiderats 2020/21 auf der Verbrauchsseite ein Plus von 36 Mio. Tonnen oder 1,6 Prozent auf 2,218 Mrd. Tonnen gegenüberstehen. Dennoch würde damit zum ersten Mal seit vier Jahren ein Produktionsüberschuss entstehen, und zwar von etwa 12 Mio. Tonnen. Deshalb dürften die Lagerbestände der wichtigsten Getreideexporteure den Marktexperten zufolge im Zeitraum 2020/21 um insgesamt 19 Mio. Tonnen oder 11,7 Prozent auf 181 Mio. Tonnen aufgestockt werden.

Dieser Anstieg wird vor allem der Entwicklung beim Mais zugeschrieben: Für die betreffenden Lagermengen der hier dominierenden Ausfuhrländer - Argentinien, Brasilien, die Ukraine und die USA - sagt der IGC eine Zunahme um 15 Mio. Tonnen oder 23,1 Prozent auf 80 Mio. Tonnen voraus. Mit Blick auf die Bestände der wichtigsten Weizenexporteure - Argentinien, Australien, Kanada, die EU, Kasachstan, Russland, die Ukraine und die USA - prognostizieren die Marktexperten für Ende 2020/21 im Vergleich zum Vorjahr eine Aufstockung um 2 Mio. Tonnen auf 68 Mio. Tonnen.

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