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USDA-Schätzung

Weltweiter Weizenverbrauch zieht kräftig an

am Donnerstag, 08.02.2018 - 18:24 (Jetzt kommentieren)

In der laufenden Saison soll weltweit mehr Weizen verbraucht werden. Das hat Auswirkungen auf die Endbestände 2017/18.

Um über 3 Mio. t hat das US-Agrarministerium (USDA) in seiner Februar-Prognose den weltweiten Weizenverbrauch angehoben. Man geht nun von rund 744,8 Mio. t aus. Allerdings haben die US-Statistiker auch die weltweite Weizenernte um 1,2 Mio. t erhöht. Grund sind höheren Weizenernten in Argentinien, Ukraine und den ehemaligen Staaten der Sowjetunion.

Unterm Strich bleibt aber weniger Weizen übrig als man noch im Januar geschätzt hatte. Die weltweiten Endbestände sinken um 1,9 Mio. t auf 266,10 Mio. t. Der Anteil der Endbestände am Verbrauch bleibt aber mit 35,7 Prozent weiterhin sehr gut. 

Gegenüber 2016/17 steigen die Weizenendbestände weltweit um 13,6 Mio. t an.

Mehr EU-Weizen auf Lager

Höhere Weizenbestände erwartet das USDA auch für die EU, denn die EU-Weizenexporte sollen nun mit 26 Mio. t nochmals um 1 Mio. t niedriger als im Januar.

Die EU-Endbestände sollen daher um 500.000 t auf 13,1 Mio. t anziehen. Das wären 2,4 Mio. t mehr als noch vor einem Jahr. Die EU ist daher mit Weizen gut versorgt.

Eine ähnliche Lage ist in den USA festzustellen. Dort fallen die Endbestände 201718 wegen niedriger Exporte höher aus. An der Chicagoer Börse nehmen die Akteure dies zum Anlass, Weizen zu verkaufen. Folge sind fallende Weizenpreise.

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