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Erntesschätzung

Zuckerrüben: Kleine Ernte bestätigt sich

am
10.09.2019
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Die neue Rübenernte wird klein. Hauptgrund ist der sehr kräftige Rückgang der Anbaufläche.

Hinzu kommt: Auch die Rübenerträge sind witterungsbedingt schwach. Sie sind zwar höher als im Dürrejahr 2018 – jedoch niedriger als in den Jahren davor.

Die erste Ernteschätzung der Wirtschaftlichen Vereinigung Zucker (WVZ), geht außerdem davon aus, dass die deutsche Zuckererzeugung deshalb nur wenig über dem Niveau des Dürrejahres 2018 liegen wird.

15.000 Hektar Rüben weniger

Anlässlich der ersten Ernte- und Erzeugungsschätzung für Zuckerrüben 2019 wies Günter Tissen, Hauptgeschäftsführer der Wirtschaftlichen Vereinigung Zucker, auf die prekäre Lage des Sektors hin: „Die Rübenanbaufläche ist auf 375.000 ha gesunken. Das sind etwa 15.000 ha weniger als im Vorjahr."

Die von der WVZ erwartete Zuckererzeugung liegt mit 4.264 Tausend Tonnen nur geringfügig über dem Niveau des Dürrejahres 2018 mit 4.191 Tausend Tonnen. Die Rübenanlieferung wird auf 26.193 Tausend Tonne geschätzt. Im Dürrejahr 2018 lag die Produktion bei 24.645 Tausend Tonnen und im Rekordjahr 2017 immerhin bei 32.123 Tausend Tonnen.

Kritik an Wettbewerbsverzerrungen

Die Wirtschaftlichen Vereinigung Zucker sieht neben den witterungsbedingten Ausfällen auch die Folgen der fortdauernden Wettbewerbsverzerrungen zu Lasten deutscher Anbauer bei Pflanzenschutzmitteln und Sonderprämien für den Rübenanbau als Ursache für den Anbaurückgang.

„Die Apelle der WVZ an die Bundesregierung und an die Europäische Kommission, Maßnahmen gegen die Benachteiligung des Zuckerrübenanbaus in Deutschland zu ergreifen, sind bislang leider verhallt. Eine weitere Verschärfung der Krise im Zuckersektor ist zu befürchten“, sagte Tissen weiter.

Mit Material von Wirtschaftlichen Vereinigung Zucker

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