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Erneuerbare Energien

Mehr Biodiesel exportiert

Biodiesel tropft aus einer Zapfpistole
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Norbert Lehmann, agrarheute
am
27.12.2017

In den ersten neun Monaten 2017 legten die deutschen Biodieselausfuhren kräftig zu. Besonders dynamisch entwickelte sich die Nachfrage aus Dänemark und Großbritannien.

Von Januar bis September 2017 stiegen die Ausfuhren an Biodiesel insgesamt um rund 11 % auf 1,16 Mio. t. Fast 94 % wurden in EU-Mitgliedstaaten geliefert und damit 16 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr.

Wichtigster Abnehmer blieben die Niederlande mit einer leichten Steigerung von 1,5 % auf 428.000 t. Weiterhin stark ist die Nachfrage Polens, auch wenn die Menge zurückging, blieb das Land an Platz 2.

Grafik zum Biodieselexport aus Deutschland

Wie die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen unter Hinweis auf Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (mbH) mitteilte, erhöhten viele andere EU-Länder den Import aus Deutschland.

Dänemark schob sich mit einer Steigerung von 183 % auf 78.146 t an Frankreich vorbei auf Platz drei. Mit einem Plus von 276 % wuchsen die Ausfuhren nach Großbritannien besonders dynamisch.

Aber auch Frankreich, Österreich und die Schweiz führten deutlich mehr Biodiesel aus Deutschland ein als im Vorjahreszeitraum.

Die Exporte in die USA haben sich hingegen weiter reduziert und sanken um 99,7 % auf 89 t. Gründe sind die politische Fokussierung auf die Inlandsproduktion aus Sojaöl und der feste Euro, der EU-Ware im Ausland verteuert. Auch Norwegen orderte im Schnitt 55 % weniger.

Exporte für den Markt immer wichtiger

Die UFOP wies darauf hin, dass die Exportstärke der deutschen Biodieselwirtschaft entscheidend für die Verstetigung der Rapsölnachfrage sei, wenn hierzulande zunehmend Biodiesel aus Raps durch Biodiesel aus Abfallölen ersetzt werde.

Der Verband erinnerte daran, dass im Quotenjahr 2016 die inländisch verbrauchte Biodieselmenge aus Raps (RME) im Vergleich zu 2015 von 1,3 Mio. t auf 0,86 Mio. t gesunken sei. Auch für 2017 schätzt die UFOP den RME-Absatz in dieser Höhe ein, trotz einer von 3,5 auf 4,0 % erhöhten Treibhausgasquote.

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