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Weltmarkt

Milch und Getreide sind am Weltmarkt günstiger geworden

am Freitag, 02.08.2019 - 10:22

Laut FAO sind im Juli die weltweiten Nahrungsmittelpreise gesunken. Hauptgrund sind günstigere Milch- und Getreideprodukte. Fleisch wurde dagegen teurer.

Käselager-ArlaFoods

Die Weltmarktpreise für Nahrungsmittel haben im Juli erneut nachgegeben. Wie die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) in Rom mitteilte, gab der von ihr berechnete Preisindex über alle betrachteten Warengruppen hinweg gegenüber Juni um 1,1 Prozent auf 170,9 Punkte nach. Allerdings wurde damit das Vorjahresniveau um 2,3 Prozent übertroffen.

Zurückzuführen ist die jüngste Entwicklung der Organisation zufolge vor allem auf den Rückgang der Preise am globalen Milchmarkt. Der entsprechende Teilindex verringerte sich gegenüber dem Vormonat um 2,9 Prozent auf 193,5 Punkte.

Dabei hätten sich die zugrundeliegenden Produkte bis auf Magermilchpulver verbilligt, wobei die Abschläge für Butter und Käse am stärksten gewesen seien, so die FAO. Verantwortlich dafür sei der lustlose Kassamarkt als Folge der Sommerferien auf der nördlichen Halbkugel gewesen.

Billigeres Getreide

Abwärts ging es im Juli auch mit dem Index für Getreide, und zwar um 2,7 Prozent auf 168,6 Punkte. Als Grund wurde die Verbilligung von Weizen und Mais, insbesondere als Folge des umfangreichen Exportangebots am Weltmarkt, angeführt.

Bei Zucker ging der Subindex um 0,6 Prozent auf 182,2 Punkte zurück. Laut FAO sorgten dafür die besseren Aussichten für die Zuckerrohrerträge in Indien, dem weltgrößten Zuckererzeuger. Gebremst worden sei die Verbilligung des Zuckers indes durch die Aufwertung des brasilianischen Real gegenüber dem US-Dollar, was die Zuckerexporte des südamerikanischen Landes begrenzen dürfte.

Rind- und Geflügelpreise ziehen an

Dagegen verteuerten sich die internationalen Notierungen für Pflanzenöle; der Subindex konnte sich nach den Berechnungen der Experten in Rom von seinem im Juni erreichten bisherigen Jahrestief um 0,8 Prozent auf 126,5 Punkte nach oben absetzen. Maßgeblich dafür seien höhere Preise für Soja- und Sonnenblumenöl gewesen, die die Abschläge für Palmöl mehr als ausgeglichen hätten.

Seit Jahresbeginn im Aufwind ist der Index für die globalen Fleischpreise, der im Juli gegenüber dem Vormonat um 0,6 Prozent auf 176,2 Punkte zulegte. Die Notierungen für Schaf-, Rind- und Geflügelfleisch seien weiter gestiegen, während sich Schweinefleisch als Folge des umfangreichen brasilianischen und US-Exportangebots verbilligt habe.

Mit Material von AgE