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Milchmarkt

1. Quartal: EU-Landwirte liefern mehr Milch

Käseproduktion Molkerei
am Mittwoch, 03.06.2020 - 11:16 (Jetzt kommentieren)

Die Milchbauern in der EU haben im ersten Quartal 2020 2,8 Prozent mehr an ihre Molkereien geliefert als im Vorjahr. Nach Angaben der EU-Kommission stieg das Aufkommen an Rohmilch auf 36,18 Mio t.

Allerdings stand dafür wegen des Schaltjahres ein Tag mehr als 2019 zur Verfügung, weshalb sich der korrigierte Zuwachs nur auf 1,7 Prozent belief.

In 21 der 27 EU-Mitgliedstaaten wuchs die Milchproduktion. In größeren Erzeugungsländern wie Polen, Italien, Irland, den Niederlanden, Spanien und Belgien nahm das Rohstoffaufkommen mit Schaltjahrkorrektur zwischen 2,1 und 4,3 Prozent überdurchschnittlich zu, in Deutschland und Frankreich dagegen nur um 0,8 beziehungsweise 1,0 Prozent. Am deutlichsten legte Bulgarien mit 7,7 Prozent zu.

Die höheren Milchanlieferungen führten im ersten Jahresviertel 2020 zu einer vermehrten Herstellung von Milchprodukten in der Gemeinschaft. Der Kommission zufolge weiteten die Molkereien vor allem die Produktion von Vollmilchpulver aus, die gegenüber den ersten drei Monaten 2019 um 9,9 Prozent auf 170.800 t stieg.

Zudem nahm die Erzeugung von Butter, Konsummilch und Kondensmilch zwischen 3,2 und 3,5 Prozent zu.

Bei Käse fiel die hergestellte Menge mit etwas mehr als 2,25 Mio. t um 2,6 Prozent höher aus. Dazu trug Deutschland als bedeutendster EU-Käseproduzent mit einem Plus von 5,7 Prozent auf 621.100 t wesentlich bei. Die Trocknung von Magermilchpulver nahm in der Gemeinschaft gegenüber dem Vorjahresquartal nur um 0,4 Prozent zu; bei Sahneerzeugnissen ging die Produktion um 0,8 Prozent zurück.

Export fiel unterschiedlich aus

Die Ausfuhr von Milcherzeugnissen aus der EU hat sich im ersten Quartal dieses Jahres im Vergleich zur Vorjahresperiode unterschiedlich entwickelt. So legte der Butterexport relativ kräftig um 36,6 Prozent auf 66.236 t zu. Bei Vollmilchpulver war ein moderates Plus von 2,2 Prozent auf 76.166 t zu verzeichnen.

Dagegen setzte sich das langjährige Wachstum der EU-Käseexporte vorerst nicht fort; sie waren um 7,3 Prozent auf 304.932 t rückläufig. Das lag auch daran, dass Großbritannien nach dem Brexit nun Drittland ist und im ersten Quartal 2020 mit 48.820 t etwa 37 Prozent weniger Käse in EU-Mitgliedstaaten kaufte als von Januar bis März 2019.

Deutlich geringer fielen auch die EU-Drittlandsverkäufe von Magermilchpulver aus, die mit 197.558 t um fast ein Viertel unter dem Vorjahresniveau lagen. Bei zahlreichen wichtigen Kunden, darunter China, Ägypten und Indonesien, klemmte der Absatz, was wohl auch auf die Corona-Pandemie zurückzuführen ist.

Mit Material von AgE

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