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Milchpreisspiegel

Milchpreise: Soviel zahlten deutsche Molkereien im Mai

Ordner Milchgeldabrechnung mit Münzen
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Josef Koch, agrarheute
am
18.06.2018

Auch wenn einige Trinkmilchhersteller für Mai deutlich weniger auszahlten, konnten sich die Milchpreise weitestgehend behaupten. Vereinzelt haben Käsehersteller schon für Mai das Milchgeld angehoben.

An der Spitze unseres Milchpreisspiegels hat sich für Mai erneut einiges geändert. Nicht nur die Milchpreise gingen zurück, sondern auch die Molkereien in der Spitzengruppe haben gewechselt. Die Milchpreise in der Spitzengruppe bewegen sich nun von 35,9 bis 36,9 Cent/kg.

Der bisherige Spitzenreiter Arla Käsereien, Sonthofen, hat seine Auszahlungsleistung um 0,5 Cent/kg auf 36,9 Cent/kg gesenkt. Den zweiten Platz belegten im Mai die Milchwerke Oberfranken, Coburg und verdrängten damit Campina, Heilbronn. Die Coburger erhöhten ihren Milchpreis sogar als einzige Molkerei für Mai um 0,8 Cent/kg auf 36,1 Cent/kg. Danach folgen Milchwerke Berchtesgadener Land und die Bayernland-Standorte Regensburg und Bayreuth. Die Milchpreise dieser Molkereien liegen sehr eng beieinander.

Deutschlands größte Molkerei, die DMK Group, hat im Mai ihren Milchpreis noch stabil bei 31,8 Cent/kg inklusive Zuschlag für gentechnikfreie Milch gehalten. Das bedeutet erneut nur einen unteren Platz im Mittelfeld. 

Milchpreise ziehen im Juni leicht an

Ein deutliches Minus mussten die Lieferanten der Schwälbchen Molkerei hinnehmen. Der Frischehersteller nahm den Milchpreis um glatte 5 Cent/kg zurück. Das brachte die Molkerei auf die hinteren Plätze im monatlichen Ranking. Dort befinden sich schon seit längerem Arla Foods (Pronsfeld, Uphal und Walhorn) sowie die Molkerei Rücker, Wismar.  

Trinkmilchhersteller Hochwald zahlte für Mai indes nur 1,5 Cent weniger aus. Die Hohenloher Molkerei hielt ihren Preis indes ebenso stabil wie die Sachsenmilch, Leppersdorf.

Für Juni können Milcherzeuger wieder mit steigenden Preisen rechnen. Erste Molkereien wie DMK haben schon leicht steigende Preise (plus 1 Cent) angekündigt. Für die zweite Jahreshälfte sollten die Preise weiter leicht steigen können, da sich die Rohstoffverwertung und die Spotmilchpreise deutlich erhöht haben.

Im Mai betrug der Unterschied zwischen dem höchsten und niedrigsten Auszahlungspreis 7,3 Cent/kg Milch. Damit hat sich die Spanne gegenüber April um 0,5 Cent/kg verringert.

Basis des agrarheute-Milchpreisspiegels sind 4,2 Prozent Fett, 3,4 Prozent Eiweiß bei einer Jahresmenge von 300.000 kg, ab Hof, netto.

Wichtig: Seit Januar 2018 berücksichtigen wir in unserem Milchpreisspiegel die Zuschläge für gentechnikfrei erzeugte (GVO-freie) Milch. Bis auf die Molkereien Rücker (Wismar), Goldmilch (Ingolstadt) und Müller (Aretsried und Weihenstephan) verlangen inzwischen alle Molkereien in unserer Übersicht GVO-freie Milch.

Die aktuellen Milchauszahlungspreise der wichtigsten Molkereien können agrarheute-Abonnenten schon vor Erscheinen der neuen Ausgabe einsehen:

Milch und Milchviehhaltung in Deutschland: Die Zahlen in Bildern

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