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Milchpreisspiegel

Milchpreise: Soviel zahlten deutsche Molkereien im Juni

Ordner Milchgeldabrechnung mit Münzen
am
16.07.2019
(1 Kommentar)

Die meisten Molkereien zahlten für Juni stabile Preise, nur bei FrieslandCampina gab es mehr. Daher kam es an der Spitze zu einem Wechsel.

Das Milchpreisranking von Molkereien hat sich im Juni ein neuer Spitzenreiter den Sonnenplatz erobert.  FrieslandCampina, Köln, steigerte den Milchpreis um einen halben Cent auf 37,4 Cent/kg. Vache Bleue (Bad Wörishofen) hat seinen Milchpreis leicht um 0,5 Cent auf 37,1 Cent/kg absenken müssen. Das reichte nur für Platz 2, nachdem sie zuvor noch ganz oben stand. Die Molkerei hat seit 1. April den Standort Bad Wörishofen von Arla Foods übernommen.

Dahinter festigten die Milchwerke Berchtesgadener Land ihren dritten Platz mit einer stabilen Auszahlungsleistung. Ab Juli wird die Molkerei zudem auf den Umrechnungsfaktor von Liter Milch in kg auf 1,03 anheben. Das kommt tendenziell einem höheren Milchpreis gleich.

Die Campina Milchverwaltungs GmbH, Heilbronn, und die Goldmilch, Ingolstadt komplettieren ebenfalls mit unverändertem Milchgeld die obere Tabellenspitze.

Deutschlands größte Molkerei, die DMK Group, hat für Juni ihren Milchpreis mit 32,1 Cent/kg unverändert belassen. Das reichte aber erneut nur für eine Platzierung im unteren Tabellendrittel. Für Juli will DMK den Preis stabil halten.

ALMIL AG bleibt Schlusslicht

Die ALMIL AG, Region Rheinland-Pfalz/Nordrhein-Westfalen, bleibt mit 29,5 Cent/kg das Schlusslicht im agrarheute-Ranking. Für Mai hat sie aber 3,02 Cent auf dem Papier nachgezahlt. Denn gleichzeitig behält die Molkerei wieder 2 Cent/kg für die Logistik ein. Laut Ankündigung soll dies bisher der letzte Monat mit Logistikabzug sein. Die Molkerei will ihn zu einem späteren Zeitpunkt zurückerstatten. 

Die ALMIL hat im Frühjahr 2018 in der Region die Milcherfassung übernommen, nachdem die Berliner Milcheinfuhr-Gesellschaft wegen Insolvenz die Milchabholung überraschend von einem auf den anderen Tag eingestellt hatte.

Im unteren Feld finden sich weiterhin die Arla-Standorte Pronsfeld, Walhorn und Upahl wieder. Arla Foods ließ den Milchpreis im Juni stabil. Gesellschaft haben sie aber von DMK Group bekommen. Die Molkerei Rücker, Wismar, zahlte 30,9 Cent/kg einen halben Cent weniger aus. Das reichte zum vorletzten Platz.

Die Sachsenmilch AG in Leppersdorf festigte ihre Platzierung mit unveränderten 33 Cent/kg vor Arla, ALMIL, Rücker und DMK und Privatmolkerei Bechtel am Tabellenende. Für Juli will Müller-Molkerei aber weniger Milchgeld zahlen.

Methodik

Basis des agrarheute-Milchpreisspiegels sind 4,2 Prozent Fett, 3,4 Prozent Eiweiß bei einer Jahresmenge von 300.000 kg, ab Hof, netto.

Wichtig: Seit Januar 2018 berücksichtigen wir in unserem Milchpreisspiegel die Zuschläge für gentechnikfrei erzeugte (GVO-freie) Milch. Bis auf die Molkereien Rücker (Wismar), Goldmilch (Ingolstadt) und Müller (Aretsried und Weihenstephan) verlangen inzwischen alle Molkereien in unserer Übersicht GVO-freie Milch.

Die aktuellen Milchauszahlungspreise der wichtigsten Molkereien können agrarheute-Abonnenten schon vor Erscheinen der neuen Ausgabe einsehen:

Milch und Milchviehhaltung in Deutschland: Die Zahlen in Bildern

Grafik Bestandsgrößen Milchviehbetriebe
Grafik Milchproduktion in Deutschland
Grafik Wirtschaftlichkeit von Milchviehhaltung
Grafik Milchsektor
Grafik Verteilung von Milchvieh in Deutschland
Grafik milchkühe Milchsaldo
Grafik selbstversorgungsgrad mit Milch

Kommentar

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