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Lebensmittelhandel

Aldi lässt Verbraucher an Milchtüten riechen

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Josef Koch, agrarheute
am
19.02.2018

Damit Verbraucher möglichst wenig Milchprodukte vorzeitig wegwerfen, hat Aldi Süd nun spezielle Hinweise auf Milchpackungen anbringen lassen.

Aldi-Milchverpackung

„Riech mich! Probier mich! Ich bin häufig länger gut!“ – diesen Hinweis finden Aldi Süd Kunden in Süddeutschland nun auf ihren Frischmilch-Verpackungen.

Damit weitet der Discounter seine Maßnahmen gegen Lebensmittelverschwendung aus. Angestoßen wurde die Initiative vom bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StMELF) sowie vom bayerischen Bündnis „Wir retten Lebensmittel“, dem sich auch der Aldi Süd Lieferant Gropper in Bissingen angeschlossen hat.

Wertschätzung für Lebensmittel steigern

„Wir müssen alles unternehmen, um die unnötige Vernichtung wertvoller Lebensmittel zu verhindern. Wenn die Verbraucher prüfen, ob ihre Waren nach Erreichen des Mindesthaltbarkeitsdatums noch gut sind, steigert das auch ihre Achtung gegenüber den Lebensmitteln“, ist Helmut Brunner, bayerischer Staatsminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, sicher.

„Mit dem neuen Hinweis animieren wir den Verbraucher, die Genusstauglichkeit der Milch zuerst zu überprüfen, bevor er sie bei Erreichen des Mindesthaltbarkeitsdatums wegschüttet“, ergänzt Jan Stefan Dams, CR-Manager bei ALDI SÜD.

Verbraucher sind häufig unsicher

Den Erklärungshinweis zum Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) testet Aldi Süd auf der milfina Frischmilch (Fettstufen 1,5 % und 3,5 %). Die Milch mit dem MHD-Hinweis wird zunächst in mehr als 400 ALDI SÜD Filialen in Bayern und Baden-Württemberg erhältlich sein.

Den Test begleitet das StMELF mit einer Verbraucherumfrage. Hintergrund dieses Tests ist die Erkenntnis, dass Lebensmittelabfälle häufig entstehen, weil beim Verbraucher Unsicherheit über die Bedeutung des Mindesthaltbarkeitsdatums (MHD) herrscht.

Das MHD gibt an, bis zu welchem Zeitpunkt ein Produkt bei sachgemäßer Lagerung mindestens genießbar ist, ohne dass es zu Qualitätsmängeln oder Geschmackseinbußen kommt. In der Regel ist es danach aber noch verzehrfähig. Dem gegenüber gibt das Verbrauchsdatum an, ab wann ein Produkt nicht mehr verzehrt werden darf.

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