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Anbindehaltung

Anbindehaltung: Süddeutsche Molkereien wollen bis 2030 den Umstieg

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Josef Koch, agrarheute
am
18.12.2018

Süddeutsche Molkereien wollen die Umstellung der ganzjährigen Anbindehaltung bis 2030 unterstützt sehen. Wollen die Molkereien dann keine Milch mehr aus Anbindeställen abnehmen?

Die Molkereiverbände aus Bayern und Baden-Württemberg sowie die ihnen angeschlossenen Molkereien sehen es als dringend erforderlich an, die Umstellung der ganzjährigen Anbindehaltung hin zu einer Laufstall- beziehungsweise Kombinationshaltung bis zum Jahr 2030 mit allen Kräften zu unterstützen.

Branchenvertreter versichern gegenüber agrarheute indes, dass diese Vereinbarung kein Verbot der Anbindehaltung ab 2030 bedeute beziehungsweise die Milch dann nicht mehr abgeholt würde.

Die Verbände appellieren an die zuständigen Landesministerien, das Erreichen ihres Ziels mit verbesserten Förderungsmaßnahmen weiterhin zu begleiten.

Die Mitgliederversammlung des milch.bayern e.V. beauftragte Vorstand und Geschäftsführung, bis zum Frühjahr 2019 praxistaugliche Kriterien für eine "Kombinationshaltung" zu erarbeiten.

Was Kombinationshaltung ist

Dabei sollen Wissenschaft, Molkereien und die Erzeugerseite einbezogen werden. Die Definition von Kriterien, was eine Kombinationshaltung ist, soll den Landwirten Hilfestellung bieten und Klarheit über die Ausgestaltung von kombinierten Haltungsformen liefern.

Nach agrarheute-Informationen plant das Agrarministerium in Bayern im Januar einen runden Tisch, um die Kombinationshaltung zu definieren.

Wer hinter milch.bayern steckt

milch.bayern e.V. ist der freiwillige Zusammenschluss der bayerischen Milch- und Molkereibranche. Unter dem gemeinsamen Dach haben die Mitglieder wichtige Kompetenzen gebündelt, um zentrale Aufgaben der bayerischen Milchwirtschaft zu bearbeiten. Die Mitglieder des milch.bayern e.V. verarbeiten rund 90 Prozent der in Bayern erzeugten Milch.

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