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Molkereibranche

Bestes Ergebnis für Hohenloher Molkerei

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Josef Koch, agrarheute
am
14.05.2018

2017 war für die Hohenloher Molkerei ein Rekordjahr. Umsätze und Gewinne sind kräftig gestiegen.

Zufahrt zur Hohenloher Molkerei eG

Kräftiges Umsatz- und Gewinnplus sowie höhere Milchverarbeitung. Das sind die wichtigsten Kennziffern der Hohenloher Molkerei eG im Geschäftsjahr 2017. Geschäftsführer Martin Boschet präsentierte die Bilanzdaten auf der Generalversammlung. Insgesamt verarbeitete die Genossenschaft knapp 373 Mio. kg Milch. Das waren 5,43 Mio. kg mehr als im Vorjahr. Die eigenen Milcherzeuger lieferten dabei 371,6 Mio. kg an. Nur rund 1,3 Mio. kg Milch kaufte die Unternehmen zu.

Laut Molkerei erhielten die Milchviehhalter 37,77 Cent/kg netto, inklusive aller Zuschläge, bei 4,20 Prozent Fett und 3,4 Prozent Eiweiß. Da sich die Lage am Milchmarkt 2018 zugespitzt hat, musste die Molkerei die Milchpreise inzwischen deutlich zurücknehmen. Für April senkte sie den Milchpreis nochmals um 2 Cent, wie unser Milchpreisspiegel zeigt.  

In den ersten drei Monaten verbuchte die Hohenloher Genossenschaft aber nochmals ein zweistelliges Umsatzplus. Grund dafür waren die stabilen Kontraktpreise für H-Milch und eine um 6,7 Prozent höhere Milchanlieferung. Seit Anfang Mai sind aber die Kontraktpreise für Trinkmilch deutlich gefallen.   

38,5 Mio. Euro mehr Umsatz

Die höhere Milchverarbeitung und die besseren Milchpreise sorgten für einen Umsatz von 215 Mio. Euro. Das war ein Plus von rund 26,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Jahresüberschuss kletterte kräftig auf 6,8 Mio. Euro. Zum Vergleich: 2016 betrug er nur rund 0,39  Mio. Euro. Aufgrund der guten Ertragslage in 2017 kam es zu einem Bilanzgewinn von 2,99 Mio. Euro. Diesen führt die Genossenschaft den Rücklagen zu, um stabiler in Milchkrisen agieren zu können.

"Das war das beste Unternehmensergebnis in der Geschichte der Hohenloher Molkerei", zog Geschäftsführer Boschet sein Resümee.

Eigenkapital steigt

Kräftig gewachsen ist auch das Eigenkapital der Molkereigenossenschaft. Mit 43,9 Mio. Euro stieg es um 6,5 Mio. Euro an. Die Eigenkapitalquote blieb wegen der höheren Bilanzsumme von 71,6 Mio. Euro bei 61,4 Prozent nahezu stabil gegenüber 2016.

Die Mitglieder haben auf der Versammlung zudem einer Satzungsänderung zugestimmt. Künftig kostet ein Geschäftsanteil 1.750 Euro. Zuvor war der Preis für einen Geschäftsanteil je nach Milchmenge gestaffelt, so dass er für größere Betriebe günstiger war. 

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