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Milchmarkt

Butterpreise fallen um 20 Cent

am Freitag, 31.05.2019 - 11:16

Die Hoffnung auf stabile Butterpreise ist dahin. Die neuen Kontraktabschlüsse mit dem Lebensmittelhandel brachten ein Minus.

Butter

Bei den neuen Abschlüssen für Butterkontrakte ist es den Molkereien nicht gelungen, die Preise stabil zu halten. Nach agrarheute-Recherchen bekommt der Lebensmittelhandel die abgepackte Ware 20 Cent/kg günstiger. Damit sinkt der Abgabepreis auf 3,76 bis 3,84 Euro/kg. Das Minus fiel deutlicher aus, als mancher Marktbeteiligter erwartet hatte.

Das 250g-Päckchen Butter könnte im Laden ab Juni so um 5 Cent günstiger werden. Ob der Lebensmittelhandel bereits ab Samstag, den 1. Juni, die Preise auf 1,44 Euro zurücknehmen wird, bleibt abzuwarten. Der neue Butterkontrakt läuft wiederum einen Monat. Ende Juni stehen neue Verhandlungen an.

Butter ist wohl im Herbst reichlich da

Den Molkereien bereitet derzeit vor allem die Kaufzurückhaltung der Verbraucher Probleme. Die lange Zeit kühle Witterung hat den Butterabsatz behindert. Zudem sollen die Kühlhäuser vieler Molkereien voll sein. Einige sind daher gezwungen, Butter auszulagern, um zumindest noch einigermaßen gute Erlöse am Markt mit zunehmen. Dies verschärft den Preisdruck.

So sind die Butternotierungen an der Warenterminbörse EEX in Leipzig für den jeweiligen Frontmonat schon seit Wochen rückläufig. Zudem versprechen die Börsennotierungen mit rund 4.150 Euro/t für den Herbst keine allzugroßen Erhöhungen, die eine Einlagerung besonders attraktiv mache, so Marktbeobachter.

Derzeit gehen die Marktakteure am Terminmarkt davon aus, dass zumindest Butter im Herbst trotz niedriger Milchmengen nicht knapp wird.