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agrarheute/AMI-Milchpreisvergleich 2018

GVO-freie Milch: Die besten Molkereien 2017

am Dienstag, 31.07.2018 - 08:08 (Jetzt kommentieren)

Bei der gentechnikfrei erzeugten Milch hat sich 2017 eine neue Molkerei den Spitzenplatz gesichert. Die AMI GmbH hat für agrarheute die Molkereien gecheckt.

Bei der gentechnikfrei erzeugten (GVO-frei) Milch konnte sich 2017 ein neuer Spitzenreiter durchsetzen, die Milchverwaltung FrieslandCampina in Köln. Sie zahlte bei einer Anlieferungsmenge von 500 t pro Jahr 40,09 Cent/kg aus. Das sind 3 Cent mehr als im Bundesdurchschnitt. Dieser betrug 37,06 Cent/kg. Damit lag das Bundesmittel für GVO-freie Milch 1 Cent höher als für die konventionelle Milch.

Auf den weiteren vorderen Plätzen finden sich auschließlich süddeutsche Molkereien. Mit 39,11 Cent/kg belegte die Milchwirtschaftliche Beteiligungs AG in Heilbronn (FrieslandCampina) den zweiten Platz. Die Milchverwertung Ostallgäu eG sicherte sich indes mit 38,72 Cent/kg den dritten Rang, dicht gefolgt vom Danone-Werk in Ochsenfurt. Dort erhielten die Milchviehhalter 2017 38,68 Cent/kg.

Der Preisunterschied zwischen der besten und schlechtesten Molkerei, die GVO-freie Milch verarbeiten, beträgt 7,75 Cent/kg. Mit 32,34 Cent/kg hat die thüringische Herzgut Landmolkerei eG die rote Laterne inne.

Basis der genannten Milchpreise sind 3,4 Prozent Eiweiß und 4,2 Prozent Fett, netto, ab Hof, bei einer jährlichen Anlieferungsmenge von 500 t.

Mittelfristiger Vergleich

Auch im fünfjährigen Mittel (2013 bis 2017) konnte sich FrieslandCampina, Köln, mit 38,30 Cent/kg an die Spitze setzen. Im Ranking folgen dann die Milchwerke Berchtesgadener Land und die Schwarzwaldmilch GmbH in Freiburg.

Am unteren Ende der Tabelle finden sich Milchwerke Oberfranken eG und die BerglandMilch eGen. Deren Milchpreise betrugen 35,41 Cent/kg und 34,24 Cent/kg. 

Da viele Molkereien noch nicht seit 5 Jahren auf GVO-freie Milch umgestellt haben, hat die AMI nur für solche Molkereien das fünfjährige Mittel berechnet, die diese Voraussetzung erfüllen.

Der Anteil gentechnikfrei erzeugter Milch steigt in Deutschland jedoch immer weiter. Nach AMI-Berechnungen stammte im Mai 2018 bundesweit bereits die Hälfte der Milch aus gentechnikfreier Fütterung. Im Süden ist ihre Bedeutung deutlich höher. In Bayern lag der Anteil 2017 bei etwa 57 Prozent, in Baden-Württemberg bei 61 Prozent.

Mehr zum Milchpreisvergleich 2018 finden Sie in der August-Ausgabe des agrarheute Magazines.

Die ausführlichen Rankings 2017 und im fünfjährigen Zeitraum 2013 bis 2017 können agrarheute-Abonnenten kostenfrei hier herunterladen. Die Molkereien haben wir auch nach unterschiedlichen jährlichen Anlieferungsmengen sortiert.

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