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Veganer Milchersatz

Hafermilch-Produzent Oatly boomt und geht an die Börse

Oatly Haferdrink
am Donnerstag, 20.05.2021 - 10:46 (3 Kommentare)

Oatly geht heute (20.5.) in den USA an die Börse. Der schwedische Hersteller von Haferdrinks profitiert vom Rekordwachstum veganer und vegetarischer Ersatzprodukte: Er wird mit 10 Milliarden Dollar bewertet.

Vegetarische und vegane Alternativen zu tierischen Lebensmitteln werden immer beliebter. Fleisch- und Wurstersatzprodukte haben bislang nur einen kleinen, wenn auch stark wachsenden Marktanteil. Deutlich beliebter sind Alternativen zur klassischen Milch in Kaffee, Müsli und Co., zum Beispiel Soja-, Mandel- oder Haferdrinks.

Einer der ersten und größten Hersteller von Haferdrinks ist der schwedische Konzern Oatly. Der hat nun verkündet, heute an die Börse zu gehen. Oatly wird bei seinem Börsengang an der Nasdaq mit 10 Milliarden US-Dollar bewertet. Zum Vergleich: Tesla kommt inzwischen auf einen Börsenwert von 457 Mrd. US-Dollar und ist damit an Platz 8 der 100 wertvollsten börsennotierten Unternehmen der Welt. In Deutschland bewegen sich Unternehmen wie MAN oder Kabel Deutschland im Bereich um die 10 Milliarden Euro.

Zu den Investoren von Oatly gehören der frühere Starbucks-Chef Howard Schultz, die Talkshow-Moderatorin Oprah Winfrey, die Schauspielerin Natalie Portman und der Rapper Jay Z.

Nachhaltig und transparent?

Oatly bietet neben Haferdrinks in verschiedenen Varianten auch Kakao, Creme fraîche, Aufstriche und Kaffeespezialitäten aus Hafer an. Das Unternehmen setzt nach eigenen Aussagen auf Nachhaltigkeit, gesunde Ernährung und Transparenz.

"Wir sind kein perfektes Unternehmen oder nicht einmal nahe dran. Aber unsere Absichten sind gut. Und wir wollen nach unseren guten Taten und nicht unseren netten Worten beurteilt werden", heißt es auf dem deutschen Internetauftritt oatly.de.

An Oatly beteiligt sind allerdings eine ganze Reihe an Großinvestoren, darunter auch der chinesische Staatskonzern China Resources und die US-amerikanische Blackstone-Group, die in Sachen Transparenz und Nachhaltigkeit einen eher schlechten Ruf haben.

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