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Milchmarkt

Kommentar: Handel sahnt bei Butter ab

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Josef Koch, agrarheute
am
02.03.2018

Aldi und Co. langen bei den Butterpreisen im Laden kräftiger hin, als sie an die Molkereien zahlen.

Porträt von Josef Koch

Gleich vorneweg: Dass der Lebensmittelhandel (LEH) jetzt wieder 92 Cent/kg mehr für abgepackte Butter an Molkereien zahlt, ist gut.

Offenbar haben die Einkäufer in ihrer Jugend aber einen anderen Matheunterricht gehabt als ich. Teilt man 92 Cent durch 4, weil ja aus einem Kilo Butter 4 Päckchen zu 250 g werden, hätte sich das Päckchen Butter im Laden nur um 23 Cent verteuern dürfen. Doch wer am 1. März zu Aldi und Co. einkaufen ging, hat schnell gemerkt, dass das Päckchen Butter für 1,59 Euro im Regal lag, nachdem es im Februar noch 1,29 Euro kostete.

Ja, liebe agrarheute-Leser, Sie haben richtig gerechnet, das sind 30 Cent mehr. Der Handel hat seine Marge mal schnell um 7 Cent pro 250 g Päckchen Butter ausgedehnt. So einfach kann das Runden von Zahlen sein, wenn man weiß, dass Butter um Ostern herum ein gefragtes Gut ist und sich damit mehr Geld verdienen lässt.

Molkereien sollten auch kräftig aufrunden

Mein Mathelehrer hätte mir damals sicherlich nochmal eine zusätzliche Matheaufgabe aufgebrummt, wenn ich ihm dieses Rundungsergebnis präsentiert hätte.      

Eine neue Rechenaufgabe sollten die Molkereien auch den Einkäufern im Handel präsentieren, wenn die nächsten Verhandlungen für Käse- oder Trinkmilchkontrakte anstehen. Einfach mal kräftig um mehrere Stellen aufrunden! So kommen auch ordentliche Milchpreise für die Bauern raus und sie können wieder Geld verdienen.

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