Login

Das ist ein Artikel vom Top-Thema:

Milchmarkt

Magermilchpulver: Kehraus in staatlichen Lägern

am Freitag, 14.12.2018 - 12:41 (Jetzt kommentieren)

Mitte Dezember hat die EU-Kommission nochmals einen großen Teil an Magermilchpulver aus der Intervention verkauft. Im kommenden Jahr könnten die Läger sogar leer sein.

Herstellung von Bestandteilen für Babynahrung

Die letzte Ausschreibung von Magermilchpulver aus den Interventionsbeständen in diesem Jahr war noch einmal sehr erfolgreich. So wurden 60.537 t verkauft; damit hat sich die Menge gegenüber der vorangegangenen Auktion im November mehr als verdoppelt und einen neuen Spitzenwert erreicht. Der Mindestpreis wurde bei 1.451 Euro/t festgesetzt.

Bei der Ausschreibung zuvor konnte Brüssel nur 1.313 Euro/t erlösen. Nach Abzug der aktuellen Zuschlagsmenge verbleiben noch insgesamt rund 100.000 t Pulver in den staatlichen Lägern. Damit ist es Brüssel in diesem Jahr gelungen, die Bestände an Magermilchpulver um rund 280.000 t zu senken. In der Spitze waren es 380.000 t. Branchenbeteiligte halten es gar für möglich, dass Brüssel die Läger im ersten Quartal 2019 komplett leeren könnte.

Magermilchpulver: Preise können 2019 weier steigen

Die Nachfrage war am Spotmarkt in den vergangenen Wochen hoch und fiel auch Mitte Dezember nach Angaben der Zentralen Milchmarkt Berichterstattung (ZMB) für die Jahreszeit überdurchschnittlich gut aus. Abnehmer fänden sich nach wie vor nicht nur am Binnenmarkt, sondern auch am Weltmarkt.

Derweil befinden sich die Preise für dieses Milchprodukt weiter auf Erholungskurs. Laut der Süddeutschen Butter- und Käsebörse in Kempten wurde zuletzt für ein Kilogramm Pulver in Lebensmittelqualität 1,68 Euro bis 1,77 Euro gezahlt. Damit wurde der Festpreis für die Interventionsankäufe von 1,698 Euro/kg kaum noch unterschritten.

In den kommenden Monaten rechnen die Akteure an der Warenterminbörse EEX Leipzig mit weiteren Preissteigerungen für Magermilchpulver. So wurde zuletzt der Lieferkontrakt für September 2019 für über 1.900 Euro/t gehandelt. Wegen des Brexits bestehe vor allem Kaufinteresse aus Großbritannien.

Mit Material von AgE

Kommentare

agrarheute.comKommentare werden geladen. Bitte kurz warten...