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Milchmarkt

Milch: Aldi drückt Trinkmilchpreise um bis zu 12 Prozent

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Josef Koch, agrarheute
am
03.05.2018

Die neuen Trinkmilchabschlüsse mit Aldi stehen. Molkereien erhalten deutlich weniger für Milch. Dafür gibt es aber mehr für die abgepackte Butter.

In den Supermarktregalen zeichnet sich ein deutlicher Preisrückgang bei der Milch ab. Der Discounter Aldi Süd kündigte auf Nachfrage an, seine Preise für den Liter frische Vollmilch in der untersten Klasse ab Donnerstag um 9 auf 69 Cent zu senken. Ein Liter fettarme Milch der Eigenmarke soll dann statt 68 nur noch 61 Cent kosten. Das entspricht einem Rückgang von 11,5 Prozent bei Vollmilch und 10,3 Prozent bei fettarmer Milch.

Aldis Milchpreise gelten das Orientierungswert

Die neuen Kontraktabschlüsse gelten sechs Monate lang bis Ende Oktober. Andere Supermarktketten äußerten sich zunächst nicht zu möglichen Änderungen. Die von Aldi festgelegten Milchpreise gelten in der Regel aber als Orientierungswert, so dass viele bald nachziehen dürften.

Grund für den starken Rückgang beim Preis für Trinkmilch sei vor allem die zuletzt wieder gestiegene Milchmenge, sagte der Sprecher des Milchindustrie-Verbandes (MIV), Björn Börgermann. Allerdings: "Die weltweite Lage am Milchmarkt ist derzeit äußerst indifferent." Während die Milchmenge in Irland und Neuseeland jüngst unter dem Vorjahresniveau blieb, steigerten die USA als weiterer wichtiger Partner auf den internationalen Märkten die Produktion deutlich.

Päckchen Butter wird 20 Cent teurer

Butter hingegen wird für die Kunden ab Donnerstag wieder teurer. Aldi Süd plant, den Preis für das 250-Gramm-Stück um 20 Cent auf 1,79 Euro zu erhöhen. Das bedeutet einen Anstieg um rund 12,6 Prozent.

Die neuen Butterkontrakte laufen aber nur einen Monat lang. So notiert abgepackte Butter an der Süddeutschen Butter- und Käse-Börse nun durchschnittlich 76 Cent/kg höher als noch im April.

Für den hohen Butterpreis sorgte Experten zufolge vor allem die starke Nachfrage nach Fett. "Der Fettgehalt in der Rohmilch ist Anfang des Jahres niedriger gewesen", sagte Börgermann der Deutschen Presse-Agentur. Gleichzeitig sei viel davon für die Herstellung von fetthaltigerem Käse benötigt worden, "weil man da eine bessere Verwertung hatte".

Mit Material von dpa

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