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Analyse

Milch: Exportpreise deutlich im Plus

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Dr. Olaf Zinke, agrarmanager
am
04.05.2017

Der Index der Exportpreise für Milchprodukte ist auf der aktuellen Auktion der internationalen Handelsplattform GlobalDairyTrade kräftig gestiegen.

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Mit diesem Anstieg befindet sich der Index der Exportpreise auf dem höchsten Niveau seit Februar. Dabei haben die Preise erneut für alle wichtigen Produkten zugelegt, wie Marktexperte Dr. Olaf Zinke vom agrarmanager analysiert:

  • Einzige Ausnahme ist Magermilchpulver, wo die Auktionspreise leicht zurückgingen und sich der Preisabstand zu Vollmilchpulver weiter vergrößert hat.
  • Kräftig nach oben ging es bei der aktuellen Auktion indessen für Vollmilchpulver und Käse.
  • Auch die Preise für Butter und wasserfreies Milchfett sind gestiegen.
  • Den größten Aufschlag gab es bei  Buttermichpulver und Kasein.

Die Handelsmenge nahm im Vergleich zur vorigen Auktion ganz leicht zu und war etwa 10 % größer als im vorigen Jahr.

Milch-Exportpreise erreichen den höchsten Stand seit Februar

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Bei der Auktion der internationalen Handelsplattform Global Dairy Trade am 02. Mai ist der aus den gewichteten Preisen der dort gehandelten Produkten gebildete Preisindex um 3,6 Prozent auf einen durchschnittlichen Wert von 3.166 USD je t gestiegen.

  • Bei der vorigen Auktion Mitte April hatte der Index der Exportpreise bereits um 3,1 % zugelegt.
  • Anfang April waren die Preise um 1,6 % gestiegen waren.
  • Mittlerweile erreichen die Exportpreise den höchsten Stand seit Februar.
  • Die Exportpreise vom vorigen Jahr (Mai 2016) werden derzeit um rund 60 % übertroffen.

Hier finden Sie die detaillierten Exportpreise für Voll- und Magermilchpulver, Käse, Butter und Milchfett.

Chinas Importe etwas höher

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Maßgeblich für die Entwicklung der Auktionspreise ist weiterhin die Nachfrage aus China.

Von Januar bis Februar des Jahres 2017 importierten die Chinesen 162.591 t Vollmilchpulver und damit rund 4 % mehr als im vorigen Jahr mit 156.532 t. Außerdem waren die Importe von Magermilchpulver mit 53.083 t rund 4 % größer als im vorigen Jahr. Der Import von Molkepulver ist hingegen um 9 % auf 74.810 t gestiegen.

Bei Käse nahm die chinesische Importmenge um 14 % auf 19.128 zu, während die chinesischen Einfuhren bei Butter/Butteröl um 22 % auf 17.725 t schrumpften.

Der Anteil der Europäer bei den Exporten nach China lag für den genannten Zeitraum bei Käse bei 11 %, bei Magermilchpulver bei 18 % und bei Butter bei 7 %. Bei den chinesischen Importen von Molke erreichen die Länder der EU einen Markanteil von 36 % und bei Kondensmilch von 85 %. Bei der Einfuhr von Kasein liegt der Marktanteil der Europäer bei 24 % und bei Laktose bei 19 %.

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