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Milchmarkt

Milch: Preissignale nicht eindeutig

am Donnerstag, 07.03.2019 - 05:00

Anfang März sind die Preissignale am Milchmarkt nicht eindeutig.

So sind die Kurse an der internationalen Handelsplattform GDT in dieser Woche um 3,3 Prozent kräftig gestiegen. Der aktuelle IFE-Rohstoffwert hat sich im Februar hingegen knapp behauptet. 

Hintergrund ist ein deutlicher Rückgang der Butterpreise und ein gleichzeitiger Anstieg der Kurse für Magermilchpulver. Die nicht im IFE-Rohstoffwert enthaltenen Käsepreise blieben hingegen relativ stabil.

Möglichweise wirkt der kräftige Anstieg der GDT-Notierung für Butter und Käse sich positiv auf die weitere Marktentwicklung in Europa aus. Für Magermilch ging es bei der GDT jedoch kräftig nach unten.

Indikatoren zuletzt wenig verändert

Milchpreise in Deutschland

Die Preise für die zwischen den Molkereien gehandelte Spotmilch haben sich zuletzt relativ stabil entwickelt. Je nach Region bewegen sich die Kurse derzeit zwischen 31,50 Cent je kg bis 33,50 Cent.

Damit handelten die deutschen Molkereien die Spotmilch 2 bis 5 Cent unter dem letzten für Deutschland gemeldeten Rohmilchpreis. Dieser lag im Januar für Milch mit natürlichem Fettgehalt bei 35,47 Cent.

Der aus der finanziellen Verwertung von Butter und Magermilch errechnete ife-Rohstoffwert wird für den Februar mit  32,1 Cent/kg angegeben. Das ist fast der gleiche Preise wie im Januar mit 32,3 Cent.

Der aus den aktuellen Terminmarkpreisen von Butter und Magermilch abgeleitete Börsenmilchwert liegt sowohl für März als für April bei 32,9 Cent. Damit bewegen sich alle wichtigen Indikatoren unter den letzten Auszahlungspreisen für Rohmilch.

Butterpreise noch unter Druck

Die Preise für Butter sind im europäischen Großhandel im Februar zurückgegangen. Der durchschnittliche Butterpreis lag zum Monatsende bei 439 Euro je 100 kg. Ende Januar wurden immerhin noch 460 Euro je 100 kg gezahlt und damit 20 Euro mehr.

Aus Deutschland wurden Anfang März allerdings nur noch Butterpreise von 419 Euro gemeldet. In den Niederlanden wurden Butter sogar nur mit 407 Euro je 100 kg gehandelt.

Am europäischen Terminmarkt (EEX) lagen die Kurse für den März-Termin bei 4.225 Euro je t. Für die Monate April und Mai wurden nur noch 4.140 Euro je t und 4.120 Euro je t notiert. Damit liegen die Terminmarktpreise für die kommenden Monate unter dem Niveau des aktuellen Kassamarktes in Europa.

Magermilchpulver nach Anstieg seitwärts

MMP Indikator

Die Preise für Magermilchpulver (MMP) sind im europäischen Großhandel im Februar gestiegen. Der durchschnittliche MMP-Preis lag Ende Februar bei 190 Euro je 100 kg. Das waren rund 10 Euro mehr als im Vormonat.

Anfang März bewegten sich die Magermilchpulverpreise im europäischen Großhandel seitwärts und notierten bei 191 Euro. Aus Deutschland wurden Anfang März MMP-Preise von 198 Euro gemeldet. In den Niederlanden notierte man MMP mit 197 Euro je 100 kg.

Am europäischen Terminmarkt lagen die MMP-Preise für den Märztermin bei 1.984 Euro je t. Für die Monate April bis Mai lagen die Kurse bei 1.990 und 1.988 Euro je t. Damit bewegen sich die Preiserwartungen für die kommenden Monate in etwa auf dem Niveau der derzeitigen Kassapreise.

Käsepreise knapp behauptet

Die Preise für Käse (Edamer) sind im europäischen Großhandel im Februar leicht zurückgegangen. Damit hat sich die wichtigste Verwertungsart für Milch den vierten Monat in Folge leicht verschlechtert.

Anfang März bewegten sich die Käsepreise im europäischen Großhandel jedoch seitwärts. Die Kommission meldet für Edamer im Mittel der EU Preise von 304 Euro. Die europäischen Cheddar-Preise notieren im März stabil bei 320 Euro je 100 kg.

Für Vollmilchpulver sind die Notierungen im europäischen Großhandel im Februar leicht gestiegen. Anfang März gaben die Kurse jedoch wieder etwas nach. Die Kommission meldet für die EU durchschnittliche VMP-Preise von 281 Euro.