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Milchpreis

Milchbranche findet nicht zu gemeinsamer Markteinschätzung

Kühe auf der Weide
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Norbert Lehmann, agrarheute
am
15.06.2018

Bei der Einschätzung des Milchmarktes bleibt die Milchwirtschaft uneins. Verbände der Landwirtschaft und der Molkereien finden nicht zu einander.

Die Bayern MeG hatte die Spitzenverbände der deutschen Land- und Milchwirtschaft Anfang der Woche (11.6.) zu einem Milchmarktgespräch nach Berlin eingeladen.

Auslöser der Initiative war die oftmals kontroverse und manchmal sogar widersprüchliche Darstellung des Milchmarktes von verschiedenen Marktakteuren, die von vielen Marktteilnehmern als kontraproduktiv kritisiert wird.

Lebensmittelhandel profitiert von Uneinigkeit

„Dieses Problem ist insbesondere wieder auf der Grünen Woche 2018 in Berlin aufgetreten und hat sich nach Aussage maßgebender Molkereivertreter negativ auf die folgenden Verhandlungen der Molkereien mit dem Lebensmittelhandel ausgewirkt", erläuterte Herbert Maier, der erste Vorsitzende der Bayern MeG.

Unterschiedliche aktuelle Markteinschätzungen würden auch die Zusammenarbeit der Landwirte mit den Molkereien unnötig erschweren.

Spitzengespräch endet ergebnislos

Bei dem Spitzengespräch wurde nach Darstellung der Bayern MeG jedoch deutlich, dass nicht alle Gesprächsteilnehmer der Initiative einen Mehrwert abgewinnen können. Deshalb konnte auch kein Ergebnis erzielt werden.

Maier: „Wir haben versucht, mit unserer Einladung die Zusammenarbeit zwischen den land- und milchwirtschaftlichen Spitzenverbänden zu verbessern, sind aber leider ohne Ergebnis nach Hause gefahren – sehr bedauerlich!“ Unabhängig davon stehe die Bayern MeG weiterhin für zielführende Gespräche zur Verfügung.

Über die verschiedenen Bemühungen der Milchwirtschaft, sich gegenüber Preiskrisen stabiler aufzustellen, hat das agrarheute Magazin in seiner Mai-Ausgabe ausführlich berichtet.

Mehr Themen im agrarheute Magazin

Aktuelles Heft Oktober 2018

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