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Milchmarkt

Milchpreis: Barometer für die Mengenplanung

von am
22.01.2018

Die IGM gibt ab sofort monatlich ein Milchbarometer heraus. Dieses soll den Milchviehhaltern die richtigen Signale für die eigene Mengenplanung liefern.

Melken im Melkstand
© agrarfoto

Die Interessengemeinschaft Genossenschaftliche Milchwirtschaft (IGM) hat auf der Grünen Woche das IG-Milchbarometer vorgestellt. Damit will die IGM Signale zur möglichen Entwicklung des Milchmarkts schneller ermitteln und weitergeben.

Derzeit rechnet die IGM bis Jahresmitte aufgrund der hohen Milchanlieferungen in Europa und den hohen EU-Interventionsbeständen an Magermilchpulver noch mit Preisdruck. Ab der Jahresmitte sind dann jedoch Entlastungen erkennbar, auch weil in Neuseeland und in den USA die Milchmengen nicht mehr so stark steigen wie bisher erwartet, heißt es im aktuellen IG-Milchbarometer.

Unterstützung für Mengenplanung

Dieser Ausblick trage zu einer höheren Markttransparenz bei, meint die IGM. "Die Milcherzeuger werden bei ihrer eigenen Einschätzung der zukünftigen Marktsituation für die nächsten Monate und in der daraus resultierenden Milchmengenplanung wirksam unterstützt“, erklärt Peter Manderfeld, stellvertretender Sprecher der IGM. Grundlage des Barometers ist die Entwicklung des Kieler Börsenmilchwertes, den das Kieler ife Institut regelmäßig berechnet.

Dieser ist ein Zukunftswert für die Milch, ähnlich wie der agrarheute-Börsenrohstoffwert, den agrarheute-Abonnenten täglich kostenfrei einsehen können.

„EU-Agrarkommissar Phil Hogan hat bei einem Treffen im Oktober 2017 in Dublin die IGM-Mitglieder ausdrücklich ermutigt, dieses Projekt zur Kommunikation von Marktsignalen voranzubringen. Die IGM wird mit dem Milchbarometer dem Ziel gerecht, mögliche Entwicklungen des Milchauszahlungspreises früher an die Milcherzeuger zu kommunizieren“, ergänzt Thomas Stürtz, Sprecher der IGM.

IGMilchbarometer

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