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agrarheute/AMI-Milchpreisvergleich

Milchpreis: Die besten Biomolkereien 2017

Milchtankwagen vor Molkereitürmen Milchwerke Berchtesgadener Land
am Donnerstag, 02.08.2018 - 05:00 (Jetzt kommentieren)

Biomolkereien zahlten im vergangenen Jahr Rekordpreise. Doch die nur die besten Unternehmen übertrafen die Marke von 50 Cent/kg Milch. Lesen Sie, wer das geschafft hat.

Viele Biomolkereien zahlten ihren Lieferanten im vergangenen Jahr über 50 Cent/kg Milch. In der Liefermengenklasse von 150 t war dies bei insgesamt zwölf Unternehmen der Fall. Sie stammen alle aus Süddeutschland. Spitzenreiter waren die Milchwerke Berchtesgadener Land Chiemgau eG, Piding. Deren Demeter-Lieferanten erhielten mit 51,49 Cent/kg rund 1,9 Cent mehr als der Bundesdurchschnitt der Biomilcherzeuger. Nur knapp dahinter folgen die Arla Foods Käsereien in Sonthofen. Die Allgäuer Biomilchbauern konnten sich immerhin über einen Jahrespreis von 51,19 Cent/kg freuen.

Der Unterschied zwischem dem höchsten und niedrigsten Biomilchpreis war sehr viel kleiner als im konventionellen Bereich. So betrug der Unterschied rund 3,9 Cent/kg. Mit 47,58 Cent/kg war die Gläserne Molkerei GmbH in Mecklenburg-Vorpommern das Schlusslicht. Die Ökodorf Brodowin Meierei GmbH & Co. Betriebs KG konnte 2017 mit 47,73 Cent/kg nur etwas mehr auszahlen.

Auch die Biomilchlieferanten von Hansa Arla Milch eG in Upahl bekamen mit 47,76 Cent/kg nur unwesentlich mehr. Mit 47,96 Cent/kg konnten sich die Lieferanten der MUH Arla eG in Pronsfeld dagegen über ein etwas höheren Milchpreis als ihre ostdeutschen Kollegen in Mecklenburg-Vorpommern freuen.

Grundlage der Angaben sind 150 t Jahresanlieferung sowie Milch mit 4,2 % Fett und 3,4 % Eiweiß, netto, ab Hof.

Hohenlohe-Franken Spitze im Fünfjahresverlgeich

Kühe werden gefüttert

Im Fünfjahresvergleich von 2013 bis 2017 haben die Pidinger die Spitze nicht ganz erreicht. Bei einer Jahresanlieferung von 150 t markierte die Molkereigenossenschaft Hohenlohe-Franken eG mit 50,09 Cent/kg die Spitze. Die Pidinger folgten mit 49,66 Cent/kg für Demeter-Qualität knapp dahinter.

Bei größeren Liefermengen von beispielsweise 500 t hatte allerdings FrieslandCampina in Köln mit 50,14 Cent/kg die Nase vorn, gefolgt von der Molkereigenossenschaft Hohenlohe-Franken eG, Arla Foods Deutschland GmbH, Sonthofen, und den Milchwerken Berchtesgadener Land Chiemgau eG.

Im Mehrjahresvergleich sind die Unterschiede zwischen dem höchsten und niedrigsten Milchpreis mit 4 Cent/kg relativ klein.

Den niedrigsten Milchpreis in den vergangenen fünf Jahren (2013 bis 2017) erhielten die Lieferanten der Upländer Bauernmolkerei GmbH. Ihr Unternehmen zahlte 46,06 Cent/kg (150 t Jahresanlieferung) sowie 46,16 Cent/kg (500 t Jahresanlieferung) aus.

Vorsprung gegenüber konventioneller Milch wird kleiner

So viel wie im vergangenen Jahr zahlten die deutschen Molkereien noch nie für ökologisch erzeugte Milch. Der AMI-Vergleichspreis lag 2017 bei 49,58 Cent/kg. Das war gut 1 Cent mehr als im Jahr zuvor.

Allerdings ist der Vorsprung gegenüber der konventionellen Variante deutlich geschrumpft, und zwar von 22 Cent in 2016 auf 13,9 Cent in 2017. Im langfristigen Vergleich ist das aber immer noch überdurchschnittlich.

Den ausführlichen Beitrag zum Ranking der Biomolkereien finden Sie in der August-Ausgabe des agrarheute Magazins.

Wie die übrigen Biomolkereien abgeschlossen haben, können Sie hier kostenlos einsehen.

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