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Milchverwertung

Milchpreis-Indikator im Januar gestiegen

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am Donnerstag, 14.02.2019 - 17:24

Die finanzielle Verwertung der Milch hat sich im Januar zum ersten Mal seit sieben Monaten verbessert.

MPI

Der letzte offiziell gemeldet Auszahlungspreis für Rohmilch ist im Dezember jedoch zurückgegangen. Ursache für die bessere finanzielle Verwertung der Milch sind die im Januar moderat gestiegenen Preise für Butter und Magermilchpulver. Für Vollmilchpulver gingen die Preise ebenfalls nach oben. Lediglich bei Käse sind die Kurse den dritten Monat in Folge leicht zurückgegangen.

Im der ersten Februarhälfte sind die Großhandelspreise für die Butter und Magermilch nochmals leicht gestiegen. Für Käse geben die Kurse jedoch weiter leicht nach.

An den den Spotmärkten haben die Preise für die zwischen den Molkereien gehandelte Rohmilch im Februar leicht nachgegeben. Gezahlt werden in Deutschland zwischen 33,0 Cent/kg und 34,50 Cent/kg und in den Niederlanden etwa 33,0 Cent.

Schwächere Milchpreise, Verwertung verbessert

Der aus der finanziellen Verwertung der wichtigsten Milchprodukte (einschließlich Käse) errechnete Milchpreisindikator für Deutschland ist im Januar um 0,29 Cent auf 35,04 Cent je kg Rohmilch gefallen. Das ist der erste Anstieg des Indikatorpreises seit sieben Monaten.

Der letzte von der Europäischen Kommission für Deutschland gemeldete Auszahlungspreis für Rohmilch (natürlicher Fettgehalt), lag für den Monat Dezember bei 36,47 Cent. Das war im Vergleich zum Vormonat ein deutlicher Rückgang von 0,69 Cent.

Dennoch ist der letzte Auszahlungspreis für Rohmilch noch 1,43 Cent höher als die errechnete finanzielle Verwertung der Milch.

Butterpreise leicht erholt

BUTTERPREIS

Die Preise für Butter sind im deutschen Großhandel im Januar erstmals seit sieben Monaten leicht gestiegen. Der durchschnittliche Butterpreis lag im Monatsmittel bei knapp 446 Euro je 100 kg. Im Dezember wurden 440 Euro je 100 kg gezahlt und damit 6 Euro weniger. Der Indexwert für Butter hat sich damit im Januar damit um 1,4 Prozent verbessert.

In der ersten Februarhälfte haben die Preise in der Europäischen Union nochmals leicht zugelegt. Mitte des Monates wurde Butter im Mittel der EU mit 457 Euro notiert. Aus Deutschland wurden jedoch nur Butterpreise von 443 Euro gemeldet. In den Niederlanden wurden lediglich 430 Euro je 100 kg notiert.

Am europäischen Terminmarkt (EEX) lagen die Kurse für den Februar-Termin nur bei 4.300 Euro je t. Für die Monate März  und April wurden  ebenfalls nur 4.250 Euro je t und 4.300 Euro je t notiert. Damit liegen die Terminmarktpreise für die kommenden Monate wieder unter dem Niveau des aktuellen Kassamarktes in Deutschland.

Magermilchpulver weiter gestiegen

MMP

Die Preise für Magermilchpulver (MMP) sind im deutschen Großhandel im Januar erneut  kräftig gestiegen. Grund dürfte der deutliche Abbau der Interventionsbestände sein. Der Indexwert für Magermilchpulver ist um 7,1 Prozent gestiegen. Mit 190 Euro war der Magermilchpulverpreis 12 Euro höher als im Vormonat.

Mitte Februar bewegten sich die Magermilchpulverpreise im europäischen Großhandel seitwärts und notierten bei 185 Euro. Aus Deutschland wurden Mitte Februar MMP-Preise Preise von 195 Euro gemeldet. In den Niederlanden notierte man MMP mit 193 Euro je 100 kg.

Am europäischen Terminmarkt lagen die MMP-Preise für den Februar bei 1.970 Euro je t. Für die Monate März bis April liegen die Kurse bei 1.980 und 2.040 Euro je t. Damit liegen die Preiserwartungen für die kommenden Monate etwa auf dem Niveau der derzeitigen Kassapreise.

Käsepreise erneut schwächer

Käsepreise

Die Preise für Käse (Edamer) sind im deutschen Großhandel im Januar erneut leicht zurückgegangen. Damit hat sich die wichtigste Verwertungsart für Milch in Deutschland den dritten Monat in Folge verschlechtert.

Der Indexwert für Käse gab im Januar um 0,8 Prozent auf 308 Euro je 100 kg nach. Mitte Februar bewegten sich die Käsepreise im europäischen Großhandel weiter leicht nach unten. Die Kommission meldet für Edamer im Mittel der EU Preise von 306 Euro. Die europäischen Cheddar-Preise notieren im Februar jedoch fester bei 320 Euro je 100 kg.

Für Vollmilchpulver sind die Preise im deutschen Großhandel im Januar um 4,3 Prozent auf 284 Euro je 100 kg  gestiegen. Mitte Februar bewegen sich die Notierungen im europäischen Großhandel seitwärts. Die Kommission meldet für die EU durchschnittliche VMP-Preise von 283 Euro.