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Milchmarkt

Milchpreis-Indikator steigt auf 32,7 Cent

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am Dienstag, 13.03.2018 - 12:44 (Jetzt kommentieren)

Die finanzielle Verwertung der Milch hat sich in Deutschland im Februar erstmals seit September wieder verbessert. Im März scheint die Verwertung nochmals etwas besser zu sein. Ursache sind die wieder steigenden Butterpreise und die etwas höheren Notierungen für Vollmilchpulver. Dagegen bewegen sich die Preise für Käse und Magermilchpulver seitwärts.

Der aus der finanziellen Verwertung der wichtigsten Milchprodukte errechnete Milchpreisindikator für Deutschland ist im Februar um 1,4 Cent auf 32,7 Cent je kg Rohmilch gestiegen.

Im Januar war der letzte von der Europäischen Kommission für Deutschland ermittelte Auszahlungspreis für Rohmilch mit natürlichem Fettgehalt von 40,0 auf 36,8 Cent zurückgegangen.

Damit hat sich der Abstand zwischen der finanziellen Verwertung der Milch und dem ausgezahlten Milchpreis zuletzt wieder verkleinert. 

Milchpreis-Indikator legt wieder zu

MPI

Der Milchpreis-Index lag im Februar bei 105,5 Punkten bzw. 32,7 Cent, bezogen auf den Ausgangswert aus dem Jahr 2010 (Durchschnitt 2010 = 100 Indexpunkte).

Das war ein Zuwachs gegenüber dem Vormonat von 4,4 %  bzw. 1,4 Cent und zudem der erste Anstieg seit September 2017. Im Januar war der Index noch um 6,2 % gefallen.

Sein bisheriges Allzeithoch hatte der Indikator im September 2017 mit 141,6 Indexpunkten bzw. 43,8 Cent erreicht. Derzeit ist der Index rund ein Viertel niedriger.

Butterpreise im Februar gestiegen

Butter Index

Die Preise für Butter sind im deutschen Großhandel im Februar wieder gestiegen. Das war der erste Preisanstieg für Butter seit September.

Der Indexwert für Butter hat sich von 120,5 auf 134,8 Indexpunkte um 11,9 % verbessert. Das ist der höchste Stand seit November 2017. Im Januar war der Indexwert allerdings noch 5 % gefallen.

Der durchschnittliche Butterpreis im Großhandel stieg im Februar in Deutschland auf 467,40 Euro je 100 kg. Anfang März lagen die Butterpreise im deutschen Großhandel sogar bei 493 Euro je 100 kg und damit 26 Euro höher.

In den Niederlanden wurden Anfang März 480 Euro je 100 kg notiert.

Käsepreise behaupten sich

Index Käse

Die Preise für Käse (Edamer) haben sich im deutschen Großhandel im Februar behauptet. Damit hat der Druck auf die Milchpreise durch die für den deutschen Markt wichtigste Verwertung abgenommen.

Der Indexwert für Käse gab im Februar um 0,3 % auf 101,4 Indexpunkte bzw. auf 273 Euro je 100 kg nach. Im Januar lag der Käsepreis bei 274 Euro.

Den höchsten Stand seit über drei Jahren hatte der Käseindex im September mit 127,3 Indexpunkten (343 Euro). Anfang März bewegen sich die Käsepreise im europäischen Großhandel weiterhin seitwärts.

Magermilchpulver kaum verändert

Index MMP

Die Preise für Magermilchpulver (MMP) haben sich im deutschen Großhandel im Februar ebenfalls behauptet. Der Indexwert für Magermilchpulver gab von 62,3 auf 61,8 Indexpunkte nach.

Das bedeutet mit nur 136 Euro ein neues Rekordtief für die deutschen Magermilchpulverpreise. Anfang März lagen sie im deutschen Großhandel bei 135 Euro je 100 kg und damit auf einem nochmals geringfügig niedrigeren Niveau.

In den Niederlanden wurden Anfang März nur 132 Euro je 100 kg notiert. Im Februar befanden sich die MMP-Preise rund 20 % unterhalb des Interventionsniveaus von 169,80 Euro je 100 kg MMP.

Vollmilchpulver etwas gestiegen

Index VMP

Die Preise für Vollmilchpulver sind im deutschen Großhandel im Februar um 2,4 % auf knapp 260 Euro je 100 kg gestiegen. Damit hat sich der Preisindex für Vollmilchpulver von 94,2 auf 96,4 Zähler verbessert.

Anfang März bewegen sich die Vollmilchpulverpreise im europäischen Großhandel seitwärts. Im Januar hatten die VMP-Kurse noch um 1,5 % nachgegeben.

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