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Milchmarkt

Milchpreis-Indikator steigt auf 39 Cent

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am Dienstag, 10.07.2018 - 11:34 (Jetzt kommentieren)

Die finanzielle Verwertung der Milch hat sich in Deutschland im Juni nur noch leicht verbessert.

MPI

Im Monatsvergleich sind jedoch sowohl die Butterpreise als auch die Notierungen für die übrigen Milchprodukte etwas höher.

Der aus der finanziellen Verwertung der wichtigsten Milchprodukte errechnete Milchpreis-Indikator für Deutschland hat entsprechend im Juni um 0,5 Cent auf 38,8 Cent/kg Rohmilch zugelegt. Der letzte von der Europäischen Kommission für Deutschland gemeldete Auszahlungspreis für Rohmilch mit natürlichem Fettgehalt war im April von 34,2 Cent auf 33,0 Cent zurückgegangen.

Damit ist die finanzielle Verwertung der Milch in Deutschland seit April rein rechnerisch besser als der ausgezahlte Milchpreis. Von Oktober bis März war dies umgekehrt.

Butterpreise im Juli wieder unter 600 Euro/100 kg

Butter

Die Preise für Butter sind im deutschen Großhandel in der ersten Junihälfte gestiegen und in der zweiten Junihälfte wieder etwas zurückgegangen.

Der Indexwert für Butter hat sich im Juni um 0,6 % verbessert. Das ist der höchste Stand seit September 2017. Im Mai waren die Preise noch um 7,7 % gestiegen, während es im April sogar um 15,8 % nach oben ging. Der durchschnittliche Butterpreis im Großhandel lag im Juni in Deutschland bei 610 Euro je 100 kg. Anfang Juli notierte Butter im deutschen Großhandel bei 597 Euro je 100 kg und damit 13 Euro niedriger.

In den Niederlanden wurden Anfang Juli nur noch 569 Euro je 100 kg gezahlt. Das waren 39 Euro weniger als im Vormonat. Im Mittel der Europäischen Union bewegten sich die Preise in der zweiten Junihälfte ebenfalls nach unten und notierten bei 576 Euro.

Am europäischen Terminmarkt (EEX) lagen die Butterpreise für den Julitermin zuletzt nur noch bei 5.600 Euro/t und für den August bei 5.450 Euro/t. Gegenüber dem Vormonat ist dies ein Rückgang von 500 bis 600 Euro/t.

Magermilchpulver erholt sich weiter

MMP

Die Preise für Magermilchpulver (MMP) haben sich im deutschen Großhandel im Juni weiter erholt. Der Indexwert stieg um 4,7 %. Mit 159 Euro je 100 kg war dies der höchste MMP-Preis seit September 2017. Anfang Juli wurden im deutschen Großhandel 157 Euro je 100 kg gezahlt. Trotz des weiteren Anstiegs befanden sich die MMP-Preise damit noch 8 % unter dem Interventionsniveau von 169,80 Euro je 100 kg.

Am europäischen Terminmarkt notiert Magermilchpulver für den Julitermin bei 1.562 Euro/t. Für August lagen die Kurse bei 1.485 Euro/t und damit unter den derzeitigen Kassapreisen. Ab Oktober zeigt die Preiserwartung dann jedoch wieder nach oben.

Käsepreise nochmals im leicht im Plus

Käse Deu

Die Preise für Käse (Edamer) sind im deutschen Großhandel im Juni gestiegen. Damit hat sich die wichtigste Verwertung für Milch in Deutschland weiter verbessert. Der Indexwert legte um 1,7 % auf 300 Euro je 100 kg zu. Im Mai lag der Käsepreis bei 295 Euro und im April bei 290 Euro.

Anfang Juli bewegen sich die Käsepreise in Europa seitwärts. Die Kommission meldete im Mittel der EU Erlöse von 298 Euro je 100 kg.

Die Preise für Vollmilchpulver sind im deutschen Großhandel im Juni um 1,5 % auf 288 Euro je 100 kg leicht gestiegen. Anfang Juli geben die Kurse leicht nach. Die Kommission meldet für die EU durchschnittliche VMP-Preise von 282 Euro.

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