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Milchmarkt

Milchpreis: Schmal erwartet frühzeitige Signale

von , am
17.11.2017

Die Aussichten am Milchmarkt für 2018 trüben sich ein. DBV-Milchpräsident Schmal hält daher die jetzigen Preissignale der Molkereien für bedenklich.

Karsten Schmal
DBV-Milchpräsident Karsten Schmal © Norbert Lehmann

Die derzeitge lage am Milchmarkt verdeutlicht, dass die Preisgestaltung zwischen Molkereien und Milchbauern überdacht werden muss. „Eine zeitnahe Reaktion auf Marktentwicklungen ist nicht möglich, wenn Preissignale zu spät bei uns Milchbauern ankommen.

In wichtigen Produktmärkten sehen wir, dass die Marktlage ins Negative dreht. Dennoch kommt auf Grund der vergangenheitsgerichteten Preisfindung ein preisliches Signal zur Mehrproduktion bei uns an. Das kann wieder zu hausgemachten Probleme bei einigen Molkereiunternehmen führen“, fürchtet DBV-Milchpräsident Karsten Schmal.

Die aktuellen Milchpreise der Molkereien können agrarheute-Abonnenten hier einsehen.

Wissenschaftler von der Universität Kiel und vom Thünen-Institut bestätigten diese Beobachtung in aktuellen Veröffentlichungen und empfehlen zum Beispiel, für Teilmengen eine differenzierte Vergütung vorzunehmen.

Mit Material von DBV Milchreport

Bauern benötigen länger stabile Milchpreise

„Für uns Milchbauern hat sich die wirtschaftliche Situation im Vergleich zu den Jahren 2015/16 deutlich entspannt. Eine längere Phase auf diesem Preisniveau bleibt für einen Großteil der Betriebe notwendig, um die hohen Verluste der Krise ausgleichen zu können.“

Dieses Fazit zog DBV-Milchpräsident Schmal aus den Beratungen im DBV-Fachausschuss Milch in dieser Woche.

Wie sich der Milchmarkt und die Milchpreise im kommenden Jahr entwickeln könnten, lesen Sie in der Dezemberausgabe von agrarheute. Das neue Heft erscheint Ende November.

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