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Molkereibranche

Milchpreis: Weihnachtsgeld für Hohenloher Milchbauern

am Freitag, 29.11.2019 - 09:39 (Jetzt kommentieren)

Aufgrund der guten Ertragslage zahlt die Hohenloher Molkerei eine Cent/kg nach. Gleichzeitig startet sie mit Weidemilch gegen Zuschläge.

Molkerei-Hohenlohe-Sammelwagen

Die Hohenloher Milchbauern können sich über ein Weihnachtsgeld freuen. Die Hohenloher Molkerei zahlt für die Milchmengen von Januar bis November 2019 einen Cent/kg netto nach.

Wie die Genossenschaft in ihrem Rundschreiben mitteilt, soll die Nachzahlung noch vor Weihnachten an die Landwirte überwiesen werden. Inklusive Mehrwertsteuer fließen damit laut Molkerei rund 4 Mio. Euro zusätzlich an Milchgeld auf die Höfe der Mitglieder. Die positive Ergebnislage, die sich vor allem in den vergangenen Monaten für die Genossenschaft ergeben hat, mache diese Milchgeldnachzahlung möglich, heißt es im Rundschreiben. Bereits für Oktober und September hatte die Molkerei ihren Milchpreis jeweils um 0,5 Cent/kg angehoben.

Die endgültige Höhe der Milchgeldendabrechnung wird, wie jedes Jahr, satzungsgemäß von Vorstand und Aufsichtsrat in einer gemeinsamen Sitzung im kommenden Frühjahr nach Vorlage der Bilanzzahlen beschlossen.

Im agrarheute-Milchpreisspiegel berücksichtigen wir derartige Nachzahlungen von Molkereien nicht.

Weidemilcherzeuger gesucht

Beschlossen haben die Molkereigremien, künftig Weidemilch zu erfassen. Für Betriebe, die Interesse an der Teilnahme dieses Programms haben und die logistischen Voraussetzungen für eine Erfassung der Milch auch aus Kostengründen gegeben sind, wird die Hohenloher Molkerei den Mehraufwand für die teilnehmenden Landwirte mit einem Cent/kg netto vergüten können. Dies entspreche einem branchenüblichen Niveau. Die Gesamtmenge sei auf aber auf die Absatzmöglichkeiten über Edeka Südwest gedeckelt. Interessierte Milcherzeuger sollen sich bei der Molkerei melden.

Laut Molkereirundschreiben ist ein flächendeckendes Ausrollen auf das ganze Milcheinzugsgebiet nicht möglich, da die Herkunft der Rohmilch auf Land Baden-Württemberg beschränkt ist. Aufgrund einer Mitgliederbefragung gibt es durchaus in einigen Regionen des Milcheinzugsgebiets in Baden-Württemberg Potentiale für Weidemilch.

Voraussetzung für ein Weidemilchprogramm ist das Führen eines Weidetagebuchs. Die Tiere müssen Weidegang von April bis Oktober mit täglich mindestens 6 Stunden an mindestens 120 Tagen haben.

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