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Milchmarkt 2020

Milchpreise: Viel Luft nach oben ist nicht

Milchpreise
am Donnerstag, 27.02.2020 - 08:00 (Jetzt kommentieren)

Im Februar zeigten die meisten Indikatoren am Milchmarkt leicht nach unten. Das könnte sich auch auf die Milchpreise auswirken.

Milchgeld

Im Februar zeigten die meisten Indikatoren am Milchmarkt leicht nach unten. So drückten etwas schwächere Preise für Butter und Milchpulver auf Verwertung. Auch international zeigen die Kurse für die meisten Milchprodukte nach unten: An der globalen Handelsplattform GDT gab der gemittelte Preisindex zuletzt um 2,9 Prozent nach.

Für die wichtigsten Produkte ging es an der GDT jedoch in unterschiedliche Richtungen: So gingen die Preise für Butter und Milchfett kräftig zurück. Auch für Vollmilchpulver und Magermilch ging es nach unten. Dafür wurde Cheddar deutlich teurer gehandelt. Außerdem dürfte der deutlich abgewertete Euro den Export und die Preise am europäischen Binnenmarkt stützen.

Die Milchanlieferung in der Europäischen Union (ohne UK) lag noch im Januar etwa 1,7 Prozent unter der Vorjahreslinie und war in Deutschland ebenfalls 1,3 Prozent kleiner. Ende Februar meldeten die deutschen Molkereien allerdings eine 1,3 Prozent größere Milchmenge als im vorigen Jahr. Das ist doch ein überraschend kräftiger Mengenzuwachs.

Ife-Rohstoffwert liegt noch über den Milchpreisen

Milchpreis Deutschland

Die Preise für die zwischen den Molkereien gehandelte Spotmilch waren Ende Februar relativ stabil. Je nach Region bewegen sich die Kurse zwischen 31,0 Cent je kg und 33,50 Cent. Damit handelten die deutschen Molkereien die Spotmilch etwa 1,2 bis 3,7 Cent unter dem letzten für Deutschland von der BLE gemeldeten Rohmilchpreis. Dieser lag im Dezember für konventionelle Milch mit natürlichem Fettgehalt bei 34,74 Cent.

Der aus der finanziellen Verwertung von Butter und Magermilch errechnete ife-Rohstoffwert wurde für den Monat Januar mit 36,2 Cent/kg angegeben. Das sind gerade einmal 0,1 Cent mehr als man im Dezember mit 36,1 Cent ermittelt hat. Der aus den tagesaktuellen Terminmarktpreisen von Butter und Magermilch errechnete Börsenmilchwert lag für Februar aktuell bei 34,8 Cent und für März bei 34,0 Cent. Das wäre nochmals etwas weniger.

Bis zur Jahresmitte werden auf Basis der Rohstoffverwertung von Butter umd Milchpulver Milchpreise zwischen 33,7 und 34,1 Cent erwartet. Das wären immerhin 2,5 Cent weniger als der Terminmarkt vor zwei Wochen angezeigt hat. Damit bewegen sich die Ife-Indikatoren aktuell wieder etwas nach unten. Doch das ist natürlich nur eine Momentaufnahme.

Terminmarkt für Butter driftet abwärts

Butterpreise

Die Preise für Butter bewegen sich im europäischen Großhandel im Februar seitwärts bzw. leicht nach unten. Der durchschnittliche Butterpreis lag Ende Februar bei 360 Euro je 100 kg. Zwei Woche zuvor wurden 363 Euro je 100 kg gezahlt und vor vier Wochen notierte man noch 365 Euro.

Aus dem deutschen Großhandel wurden Ende Februar Butterpreise von 358 Euro gemeldet. Das ist ähnlich viel wie in der Vorwoche und etwas weniger als im Schnitt der EU. In den Niederlanden wurde Butter nur mit 352 Euro je 100 kg gehandelt. Das ist ein leichtes Minus zur Vorwoche.

Am europäischen Terminmarkt (EEX) handelte man Butter für den Februar-Termin mit 3.500 Euro je t. Für die Monate März und April wurden 3.450 Euro je t und 3.460 Euro je t notiert. Damit sind die Kurse für diese beiden Termine gegenüber der Vorwoche um etwa 25 Euro gefallen und notieren zudem 150 Euro niedriger als vor zwei Wochen. Gleichzeitig bewegt sich der Terminmarkt für die kommenden Monate unter dem Niveau des aktuellen europäischen Kassamarktes.

Terminpreise für Magermilch bröckeln auch

MMP Preise

Die Preise für Magermilchpulver (MMP) haben im europäischen Großhandel Februar ganz leicht nachgegeben. Der MMP-Preis lag Ende Februar bei 259 Euro je 100 kg. Das waren 3 Euro weniger als vor eine Woche und 1 Euro weniger als im Vormonat.

Aus Deutschland wurden Ende Februar MMP-Preise von 259 Euro gemeldet. Das sind unverändert Kurse. In den Niederlanden notierte man MMP mit 256 Euro je 100 kg leicht schwächer.

Am europäischen Terminmarkt lagen die MMP-Preise für den März bei 2.500 Euro je t und damit rund 50 Euro unter dem Vorwochenpreis. Für die Monate März bis April wurden 2.450 und 2.370 Euro je t notiert. Damit liegen die Preiserwartungen für die kommenden Monate unter dem Niveau der derzeitigen europäischen Kassapreise. Ähnlich wie Butter würde sich die finanzielle Verwertung also verschlechtern.

Käsepreise fest, Vollmilch leicht im Minus

Käsepreise

Die Preise für Käse (Edamer) sind im europäischen Großhandel auch im Februar stabil. Damit hat sich die wichtigste wertmäßige Verwertung der Milch nicht verändert. Ende Februar bewegten sich die Käsepreise im europäischen Großhandel weiter seitwärts. Die Kommission meldet für Edamer im Mittel der EU Preise von 327 Euro. Die europäischen Cheddar-Preise notieren etwas fester bei 305 Euro je 100 kg.

Für Vollmilchpulver (VMP) sind die Preise im europäischen Großhandel leicht zurückgegangen. Die Kommission meldete Ende Februar für die EU durchschnittliche VMP-Preise von 304 Euro. Das ist ein Minus zur Vorwoche von 3 Euro.

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